13:41 16 Dezember 2019
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    Diese Gemüsesorten können Ihr Leben verlängern – Studie

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    Laut Biomedizinern vom britischen The Francis Crick Institute für Forschung enthalten Pflanzen wie Kohl oder Brokkoli chemische Stoffe, die die richtige Arbeit des Darms unterstützen und Darmkrebs verhindern können. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift „Immunity“ veröffentlicht.

    Die Versuche zeigten demzufolge, dass Mäuse, deren Ernährung viel Indol-3-carbinol beinhaltet, gegen Darmentzündung und —Krebs geschützt sind. Der Stoff Indol-3-carbinol wird bei der Verdauung von Pflanzen der Kreuzblütlerfamilie produziert, zu der beispielweise Kohl, Brokkoli, Blumenkohl und Kohlrabi, aber auch Meerrettich, Rucola, Kresse, Radieschen, Rettich, Senf sowie viele andere Gemüsesorten gehören.

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    Obwohl die Heilkraft von Gemüse gut bekannt ist, seien die Mechanismen, die dahinterstehen, meistens unbekannt, schreibt das Portal MedicalXpress. Das Forscher-Team um Gitta Stockinger stellte fest, dass Indol-3-carbinol das Protein Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor (AhR) aktiviert.

    AhR agiere als Umgebungssensor und gebe Signale an Immun- und Epithelzellen in der Darmschleimhaut, um uns vor Entzündungsreaktionen auf Billionen Bakterien, die im Darm leben, zu schützen, so das Portal.

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    „Wir haben genetisch modifizierte Mäuse untersucht, die AhR in ihrem Darm nicht produzieren oder aktivieren können. Wir haben festgestellt, dass bei ihnen schnell eine Darmentzündung entsteht, die sich zu Darmkrebs entwickelt“, zitiert das Portal die Erstautorin, Amina Metidji.

    Mäuse, die dagegen Futter mit viel Indol-3-carbinol fraßen, hatten weder Entzündung noch Krebs. „Interessant ist, dass Mäuse, bei denen bereits Krebs ausgebrochen war, mit Indol-3-carbinol-reicher Ernährung wesentlich weniger Geschwulste aufwiesen und diese harmloser waren“, so Metidji.

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    „Es ist bewiesen, dass Darmkrebs eine Erkrankung ist, die von der westlichen Ernährungsweise mit zu viel Fett und zu wenig Gemüse verursacht wird. Unsere Ergebnisse untermauern diese Behauptung“, zitiert das Portal Stockinger.

    Sie sehe in den Forschungsergebnissen einen „Anlass zu Optimismus“. Nach positiven Ergebnissen bei Versuchen mit Mäusen werde ihr Team die Wirkung von Indol-3-carbinol-reichen Gemüsesorten bei Menschen recherchieren. „In der Zwischenzeit kann es bestimmt nicht schaden, mehr Gemüse zu essen!“

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