16:34 19 Dezember 2018
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    Mikroorganisme (Symbolbild)

    Neue „Mikroorgane“ - bisher unbekannte Strukturen im Menschenkörper entdeckt

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    Ein Forscherteam des australischen Garvan-Instituts für medizinische Forschungen (Sydney) hat bei Mäusen und Menschen bisher unbekannte „Mikroorgane“ entdeckt, die am Immunsystem des Menschen beteiligt sind.

    Wie das US-Fachportal Science Alert berichtet, befindet sich ein solches „Mikroorgan“ – eine dünne, flache Struktur – im jeweiligen oberen Teil  eines Lymphknotens. Solche Strukturen waren anfänglich bei Mäusen entdeckt und als subkapsulare proliferative (wachsende) Zentren bezeichnet worden. Sie sind nicht langlebig und dank ihrer kleinen Ausmaße faktisch unsichtbar. Wohl aus diesem Grund waren sie lange Zeit von Wissenschaftlern nicht bemerkt worden.

    In den Lymphknoten reifen Immunzellen – Lymphozyten – heran. Die Lymphe bringt Antigene – körperfremde Substanzen — in die Lymphknoten hinein, woraufhin eine Immunantwort aktiviert wird. (Eine Immunantwort ist die Reaktion des Immunsystems auf Organismen oder Substanzen, die es als fremd erkannt hat.)

    Jedes subkapsulare proliferative Zentrum enthält eine Vielzahl an verschiedenen Zellen, darunter B-Lymphozyten, die Angaben über eine Infektion bewahren können. Deshalb sind sie so wichtig für eine dauerhafte Resistenz gegenüber bestimmten Pathogenen. Ein subkapsulares proliferatives Zentrum erkennt eine Infektion und entwickelt Antikörper, die schädliche Bakterien und Viren abtöten.

    Nach Meinung der Forscher dienen die proliferativen Zentren als „Sammelpunkte“ von Lymphozyten und befähigen diese zur effektiven Bekämpfung von pathogenen Organismen, Viren und Zellen.

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    Tags:
    Antikörper, Zellen, Immunsystem, Infektion, US-Fachblatt "Science Alert", Australien