05:46 12 Dezember 2018
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    Gravitationswellen

    Was die Erde augenblicklich vernichten kann – Forscher

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    Schwarze Löcher können laut den US-amerikanischen und kanadischen Forschern potenziell an einer beliebigen Stelle im All entstehen, darunter auch in unmittelbarer Nähe der Erde. Eine derartige Entwicklung sei wenig wahrscheinlich, aber prinzipiell möglich. Dies berichtet das Fachportal „Science Alert“.

    Wie die Physiker Frans Pretorius von der Princeton University in den USA und William East von dem kanadischen Institut für theoretische Physik behaupten, sei der Grund für das Entstehen eines solchen exotischen Objekts – des Schwarzen Lochs – das Zusammenwirken zwischen Gravitationswellen.

    Als Gravitationswellen werden in der theoretischen Physik Störungen im Raum und in der Zeit bezeichnet, die bei den Kollisionen von großen exotischen Objekten wie Sterne oder schwarze Löcher entstehen können. Die Existenz solcher Wellen war bereits durch die Relativitätstheorie von Albert Einstein vorausgesagt worden, die er in den Jahren 1915-1916 entdeckt hatte. Allerdings seien die ersten Gravitationswellen erst im September 2015 registriert worden. Die Störungen seien dabei durch die Kollision zweier Schwarzer Löcher hervorgerufen worden, die 13 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt liegen.

    Die bei einem katastrophalen Ereignis entstehende Gravitationswelle hat zuerst eine große Krümmung, allerdings erweitert sich die frontale Ebene und wird mit der Zeit flacher. Wenn zwei flache Wellen kollidieren, so kann an einem bestimmten Punkt für eine gewisse Zeit Singularität entstehen – ein Bereich, wo die Inkurvation des Raumes und der Zeit endlos wird. Jedoch verschwindet die Singularität sofort, wenn Wellen auseinandergehen.

    In ihrer neuen wissenschaftlichen Arbeit haben die Forscher ein Szenario für das Entstehen von Singularität vorgestellt, die eine längere Zeit als schwarzes Loch lebe. Den Physikern zufolge ist dies bei der Begegnung der krummen Front einer Gravitationswelle mit der flachen Front einer anderen Welle möglich. Dabei soll eine genügende Energiemenge ausgestoßen werden, die für das „Einrollen“ des Raumes in das Schwarze Loch nötig ist. In diesem Fall müssten die Ausgangsgravitationswellen die Erde wortwörtlich in Stücke zerreißen, sollten sie die Erde durchdringen. Allerdings übertreffen die registrierten Störungen des Raumes und der Zeit nicht die Maßstäbe eines Protons.

    Den Forschern zufolge können sich bei Kollisionen von Hochenergieteilchen auch Gravitationswellen mit einer flachen Front bilden, die unter gewissen Bedingungen zu einem wahrscheinlichen Grund  für das Entstehen eines Schwarzen Lochs werden können.

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    Gravitationswellen, vernichten, Erde, Schwarze Löcher, US-Fachblatt "Science Alert", Institut für theoretische Physik, Kanada, Princeton University, USA, William East, Frans Pretorius, Kanada, USA