15:38 24 September 2018
SNA Radio
    DNA

    Russische Forscher nennen die „Fettsucht-Mutation“

    © Foto : Pixabay
    Wissen
    Zum Kurzlink
    6352

    Forscher der Baltischen Immanuel-Kant-Universität und des Nationalen Medizinforschungszentrums in Tomsk haben drei wichtige Loci im Gen untersucht, das mit dem metabolischen Syndrom und somit mit Fettleibigkeit in Zusammenhang steht. Dies gab der Pressedienst der Universität bekannt.

    Der Forschungsartikel wurde im Fachblatt „International Journal of Obesity“ veröffentlicht.

    Andere Sputnik-Artikel: Forscher finden Gesundheitsnutzen in überschüssigen Kilos>>>

    „Die Untersuchung der molekularen Mechanismen des metabolischen Syndroms ist wegen seiner Verbreitung und des vermehrten Auftretens von Fettleibigkeit besonders wichtig“, heißt es.

    Das Team der Wissenschaftler erforschte drei Einzelnukleotid-Polymorphismen auf dem Gen NOS3, das die NO-Synthase-3 kodiert bei gesunden Menschen, Menschen mit metabolischem Syndrom (MetS) sowie einer MetS-Gruppe mit Schizophrenie-Patienten. Denn das Syndrom soll viel häufiger bei Menschen mit dieser psychischen Störung auftreten.

    „Wir haben einen Zusammenhang zwischen dem Polymorphismus – dem Austausch einer Base der Nukleotidsequenz T-786C – in NOS3 und dem metabolischen Syndrom gefunden: die hohen Glukose-Werte sowie Blutdruck und  Cholesterin- und Triglycerid-Konzentrationen im Blut“, erklärte Larisa Litwinowa, Leiterin des Labors für Immunologie und Zellbiotechnologien an der Immanuel-Kant-Universität.

    Andere Sputnik-Artikel: Medikament oder Gift? Forscher warnen vor Einnahme dieser Medizin>>>

    Der Polymorphismus T-786-C werde vor allem bei Schizophrenie-Patienten in Zusammenhang mit MetS gebracht. Die zwei anderen Polymorphismen – G894T and C774T – würden aber in der gesamten russischen Bevölkerung mit Anfälligkeit für Fettsucht assoziiert, so der Forschungsartikel.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Es war einmal in Sibirien: Forscher lüften Ursache größten Aussterbens der Geschichte
    Können Forscher nun Tod vorhersagen?
    Forscher warnen vor Alkoholverzicht
    Tags:
    Biochemie, Genetik, Metabolismus, Fettleibigkeit, DNS, Schizophrenie, Gen, Baltische Föderale Immanuel-Kant-Universität, Tomsk, Kaliningrad, Russland