06:19 20 September 2018
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    ISS (Symbolbild)

    Streit im Orbit: US-Crew bestreitet Beschädigung russischer Sojus-Kapsel

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    Der ISS-Kommandant, der amerikanische Astronaut Andrew Feustel, hat die Darstellung bestritten, der zufolge das Leck im Sojus-Raumschiff im Weltall gebohrt worden sein konnte. Die Zeitung „Kommersant“ veröffentlichte die entsprechende Version in ihrer Mittwoch-Ausgabe.

    „Ich kann eindeutig erklären, dass die Crew damit nichts zu tun hat, zweifellos. Und ich finde es beschämend und seltsam, dass jemand die Zeit verschwendet, indem er darüber nachsinnt, dass die Besatzung daran beteiligt ist“, gab Feustel im Interview mit dem TV-Sender ABC News bekannt.

    „Das Einzige, was die Besatzung machte, ist, dass sie ordnungsgemäß reagierte, indem sie unsere havariebedingte Vorgehensweise befolgte, anschließend das Leck entdeckte und es abdichtete. Dadurch garantierten wir die Fortsetzung der Vorgänge auf der Station, sicherten die Möglichkeit für die Besatzung, im All zu bleiben und die Erfüllung jener wichtigen Arbeit fortzusetzen, mit der wir uns auf der ISS beschäftigen.“              

    Zuvor war berichtet worden, dass die Sensoren auf der ISS am 30. August einen leichten Druckabfall gezeigt hatten. Der Astronaut der Europäischen Weltraumagentur (ESA) Alexander Gerst hatte das Leck im Sojus-Raumschiff im Aufenthaltsraum, und zwar direkt hinter der Sanitärzelle, entdeckt. Dabei war die Suche danach live von der US-Raumfahrtbehörde Nasa übertragen worden. Anschließend war der Riss am 30. August mit einem speziellen Dichtungsmittel gefüllt worden. Zurzeit ist das Leck abgedichtet.      

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    Tags:
    ISS, NASA, ESA, Andrew Feustel