14:53 17 Oktober 2018
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    Forscher entdecken neue Persönlichkeitstypen

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    Die Forscher von der Northwestern University in Chicago (NU), US-Bundesstaat Illinois, haben laut dem Fachportal „Medical Xpress“ ein neues Konzept für die Klassifizierung der Menschen nach Persönlichkeitstypen präsentiert.

    In der modernen Psychologie werden fünf Varianten der Dimension der menschlichen Persönlichkeit herausgegliedert: Extraversion, Fähigkeit zum Kompromiss, Bewusstheit, emotionale Instabilität und Offenheit für Kenntnisse und neue Erfahrungen. Aus diesen Zügen bilden sich drei Persönlichkeitstypen – Menschen, die sich übermäßig selbst kontrollieren, Menschen, die nicht imstande sind, sich zu beherrschen, und Menschen mit einer stabilen Psyche. Die Analyse von umfangreichen Daten ermöglichte es den Forschern, diese Kategorien zu erweitern.

    Die künstliche Intelligenz hatte die Fragebögen von anderthalb Millionen Menschen aus der ganzen Welt studiert, die Informationen wurden über Jahrzehnte hinweg gesammelt. Ursprünglich hatte der Computer 16 Persönlichkeitskategorien definiert, aber die Wissenschaftler präzisierten die Parameter, und die Zahl der Typen reduzierte sich bis auf vier – „typisch“, „verschlossen“, „egozentrisch“ und „Muster zur Nachahmung“.

    Ein „typischer“ Mensch wird durch Offenheit und einen hohen Grad der Extraversion, jedoch niedrige Aufgeschlossenheit für eine neue Erfahrung gekennzeichnet. Den Forschern zufolge gehören zu dieser Kategorie mehr Frauen als Männer.

    Ein „verschlossener“ Mensch ist emotional stabil, geschlossen und in sich gekehrt, was ihn aber nicht daran hindert, Berührungspunkte mit anderen Menschen zu finden.

    Die „Muster zur Nachahmung“ besitzen eine stabile Psyche, sie sind offen und sogar von der Gewinnung neuer Kenntnisse und Erfahrungen abhängig, sie sind zudem auch äußerst nachgiebig. Forscher behaupten, solche Charakteristika seien öfter bei Frauen zu treffen.

    „Egozentriker“ werden durch hohe Extraversion gekennzeichnet, allerdings, was die anderen drei Werte betrifft – Bewusstheit, Fähigkeit, mit Menschen Kompromisse zu finden, und Offenheit gegenüber allem Neuen – so liegen ihre Ergebnisse unter dem Durchschnittsniveau.

    Dabei ändern die Menschen während des Lebens ihre Persönlichkeitstypen. So ist zum Beispiel ein männlicher Teenager in der Jugend öfters ein Egozentriker. Mit den Jahren erhöht sich aber die Wahrscheinlichkeit, ein „Rollenmuster“ zu werden.

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    Tags:
    Rollenmuster, verschlossen, egozentrisch, Bewusstheit, Extraversion, Persönlichkeitstypen, Psychologie, MedicalXpress, Northwestern University, US-Bundesstaat Illinois, Chicago, USA