13:18 31 März 2020
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    Vor mehreren Milliarden Jahren gab es auf dem Mars geeignete Bedingungen für die Existenz von chemosynthetischen Mikroorganismen, die ihre Lebensenergie durch die Oxidation von anorganischen Stoffen gewinnen. Das geht aus einer aktuellen Studie von Forschern der Brown University hervor, die auf dem Portal „Science Alert“ veröffentlicht wurde.

    Die amerikanischen Forscher hätten die Angaben analysiert, die mithilfe der Raumsonde Mars Odyssey erhalten worden seien. Sie hätten den Gehalt an den radioaktiven Elementen Thorium und Kalium im Gestein ermittelt. Unter Berücksichtigung der Halbwertzeit dieser Stoffe sei es den Planetenkunde-Experten gelungen, aufzuklären, wieviel Thorium, Kalium und Uran die Planetenkruste vor vier Milliarden Jahren aufgewiesen hatte. Es habe sich herausgestellt, dass diese radioaktiven Elemente für die Radiolyse des Wassers genügt hatten, also für die Molekülspaltung unter Einwirkung der ionisierenden Strahlung.

    Die Wissenschaftler hätten herausgefunden, dass es in der Marskruste eine ausgedehnte Zone gegeben habe, die potentiell für die Existenz lebender Organismen geeignet gewesen sei. Ihre Dicke hätte mehrere Kilometer erreicht. Im Ergebnis der Radiolyse hätte darin genügend Wasserstoff  entstehen können, der für die Unterstützung von unterirdischen lithoautotrophen mikrobiellen Ökosystemen (SLiME) im Laufe von hundert Millionen Jahren notwendig gewesen sei. 

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    Tags:
    Radiolyse, Wasserstoff, Wissenschaftler, Mars