20:38 12 Dezember 2018
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    Erektionsstörungen im Erbgut verschlüsselt? US-Studie liefert erstmals Beweise

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    Ein Forscher-Team um Eric Jorgenson vom Krankenversicherungsunternehmen Kaiser Permanente im US-Bundesstaat Kalifornien hat einen genetischen Risikofaktor für Erektionsstörungen gefunden. Die Ergebnisse der Recherche veröffentlichte die Fachzeitschrift PNAS.

    Das Portal MedicalExpress betont, dass genetische Ursachen – neben neurologischen und hormonellen Problemen sowie Durchblutungsstörungen – als ein Faktor bei einem Drittel aller Fälle von Erektionsstörungen vermutet worden seien. Erst jetzt hätten die Forscher jedoch zum ersten Mal den Erbgutabschnitt bestimmen gekonnt, der Männer anfällig für dieses Leiden mache. Diese Entdeckung bedeute einen wesentlichen Fortschritt auf dem Weg zu einem besseren Verständnis der genetischen Hintergründe für eine erektile Dysfunktion.

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    Im Rahmen der Untersuchung werteten die Wissenschaftler die genetischen Daten von 36.649 Männern aus den USA aus und überprüften diese Ergebnisse anschließend an einem weiteren Datensatz von 222.358 britischen Probanden. Es ergab sich, dass bestimmte Variationen an einer Position in der Nähe des sogenannten SIM1-Gens auf Chromosom 6 das Risiko für Potenzprobleme um 26 Prozent erhöhen – und zwar unabhängig von anderen Risikofaktoren.

    Laut dem Portal hoffen die Forscher festzustellen, über welche Mechanismen die beteiligten Genvarianten wirken. Dieses Wissen könne dann für die Entwicklung besserer Therapien und Präventionsansätze für die betroffenen Männer und ihre Partner benutzt werden, die häufig mit unter der Situation leiden.

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