23:42 12 November 2018
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    Forscher melden rätselhafte Signale aus dem All

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    Wissenschaftler von der Curtin University in Australien haben mit Hilfe des Radioteleskops Murchison Widefield Array (MWA) die Quellen schneller Funkausbrüche (Bursts) studiert und entdeckt, dass sie im Niedrigfrequenzbereich nicht zu beobachten sind. Dies ist einem Bericht auf dem Fachportal „Phys.org.“ zu entnehmen.

    Was der Grund dieser Erscheinung ist, bleibt bislang unklar. Ein schneller Radioimpuls dauert einige Millisekunden und ist vom Ausstoß einer großen Energiemenge ins All begleitet – einer solchen, wie sie die Sonne im Laufe von mehreren Zehntausenden Jahren ausstrahlt. Einer Hypothese zufolge soll diese Erscheinung auf Aktivitäten außerirdischer Zivilisationen zurückzuführen sein. Manche Forscher behaupten, dass diese Funkausbrüche möglicherweise das Ergebnis eines katastrophalen Ereignisses – eines Sterbens von Sternen – sein könnten.

    Mit Hilfe des Antennengitters der beiden Teleskope — Murchison Widefield Array und  Radiointerferometer ASKAP (Australian SKA Pathfinder) — haben die Astronomen eine Suche nach den Quellen dieser schnellen Funkausbrüche (Bursts) vorgenommen. Das erste Instrument fing die Ausstrahlung im Frequenzbereich 80-300 Mega-Herz und das zweite – im Frequenzbereich 700-1800 Mega-Herz auf. Das ASKAP konnte einige kräftige Quellen schneller Radioausbrüche auf der Frequenz von 1,4 Giga-Herz registrieren, wobei das MWA diese nicht fixieren konnte.

    Laut den Forschern kann dieses Ergebnis nicht mit der Verbreitung des Impulses erläutert werden, der wegen der Ausstreuung von Radiowellen erfolgt. Eine mögliche Erklärung könne die Absorption der elektromagnetischen Strahlung beim Durchdringen des Umfelds der Quelle sein. Nach einer weiteren Hypothese der Wissenschaftler erfolge die Verstärkung der Signalfrequenz beim Prozess der Szintillation bis zu den Werten, die vom Teleskop ASKAP registriert wurden.

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    Tags:
    Szintillation, Frequenz, Ausbruch, Radiosignale, ASKAP (Australian SKA Pathfinder), Murchison Widefield Array (MWA), Curtis University in Australien, Fachportal "Phys.org", Australien