07:01 20 November 2018
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    Russischer ISS-Computer abgestürzt – Roskosmos setzt auf Neustart

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    Software-Panne in rund 400 Kilometer Höhe: An Bord der Internationalen Raumstation ISS ist ein russischer Computer wegen Programmabsturzes außer Betrieb. Spezialisten hoffen, die Funktionsfähigkeit des Rechners durch einen Neustart wiederherzustellen.

    Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos bestätigte den Vorfall und versicherte, dass dieser die Sicherheit der Station und der Crew in keinerlei Weise gefährde.

    An einem der drei ISS-Computer habe es einen Programmabbruch gegeben, teilte Roskosmos am Dienstag mit. Der Computer brauche nicht ausgewechselt zu werden.

    „Um die Betriebsfähigkeit wiederherzustellen, muss der Computer neugestartet werden.“

    Für den ISS-Betrieb habe die Störung keinerlei Folgen, versicherte die Behörde. Die Station könne auch mit zwei intakten Computern beliebig lange betrieben werden.

    Dennoch wolle man mit Blick auf den im November bevorstehenden Start des Raumfrachters Progress auf Nummer sicher gehen. „Um sicherzugehen, werden wir am 8. November den Neustart durchführen“, hieß es.

    Im August war an der russischen Sojus-Kapsel, die an die Internationale Raumstation gekoppelt ist, ein winziges Loch entdeckt worden, das nach Angaben der russischen Ermittler mit einem Bohrer gemacht wurde und ein Luftleck zur Folge hatte. Die Kosmonauten verschlossen das Loch mit einem speziellen Dichtungsmittel. Die genauen Umstände der Entstehung des Loches sind immer noch nicht geklärt.

    Am 11. Oktober ist der Start einer Sojus-Rakete zur Internationalen Raumstation ISS mit zwei Raumfahrern an Bord erstmals in der jüngsten Geschichte fehlgeschlagen. Die Raumflieger kehrten in ihrer Rettungskapsel heil zur Erde zurück.

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    Tags:
    Raumstation ISS, Russland