09:09 18 November 2018
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    Globale Erwärmung: Schaden oder Nutzen für Erde? Russischer Wissenschaftler erklärt

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    Der stellvertretende Direktor für wissenschaftliche Arbeit des Instituts für Erdölgeologie- und Geophysik der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften, Nikolaj Sennikow, hat sich am Freitag vor der Presse über den Einfluss der prognostizierten globalen Erderwärmung auf die Biosphäre geäußert.

    Die vermutliche globale Erderwärmung wird laut Sennikow weder Menschen noch Tieren direkten Schaden zufügen.

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    „Was die heutige Situation angeht: Wenn wir den Meeresspiegelanstieg und die Überschwemmung von tiefliegenden Gebieten (die auch eine beträchtliche Fläche haben können), auf denen Menschen leben, nicht betrachten, wird die vermutliche Erwärmung der Entwicklung der die Erde bewohnenden Organismen keinen Schaden zufügen“, sagte Sennikow im Pressezentrum der Mediengruppe Rossiya Segodnya.

    Er erklärte unter Berufung auf die Paläoklimatologie, dass bei der Erwärmung ziemlich viele neue Gruppen von Organismen entstanden seien. Sie haben verschiedene ökologische Nischen erobert, die Populationsdichte habe zugenommen. Die Bioproduktivität der Meere und Ozeane sowie der Wälder sei gestiegen, was einen positiven Einfluss auf die Biosphäre gehabt habe.

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    „In der geologischen Geschichte unseres Planeten hat es lange Zeitspannen von mehreren Millionen Jahren gegeben, in denen das Klima auf der Erde ziemlich stabil war und es überhaupt keine Gletscher gegeben hat“.

    Der Wissenschaftler Leonid Chasin vom mikropaläontologischen Labor des Instituts fügte hinzu, dass die derzeitige Erderwärmung allem Anschein nach eine natürliche Basis habe.

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    „Der anthropogene Faktor trägt natürlich zum allgemeinen Spektrum der Kräfte bei, die das Klima beeinflussen. Dieser Beitrag ist jedoch meiner Meinung nach winzig im Vergleich zu globalen Faktoren“, so Chasin.

    Zuvor hatten Klimaforscher in den USA und Kanada einen Bericht veröffentlicht, laut dem in den nächsten 25 Jahren bis zu 100 Millionen Menschen durch Kataklysmen als Folge des höher werdenden Weltmeerespegels betroffen werden könnten. Mit dem stärksten Schlag der Natur hätten Menschen in Zentraleuropa, Afrika, Indien, Pakistan, Indonesien und China zu rechnen.

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    Tags:
    Geologie, Biologie, Tiere, Menschen, Ozean, Meer, Klimawandel, Klimaveränderungen, Klimaschutz, Klimaerwärmung, Klima, globale Erderwärmung, Erde