06:29 11 Dezember 2018
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    Angst, Beklemmung, Depression: Was Instagram nun alles mit sich bringen kann – Studie

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    Es existieren bereits eine Menge Studien, die auf eine Korrelation zwischen der Nutzung sozialer Netzwerke und schlechtem Wohlbefinden hinweisen. Nun sind Psychologen aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania einem möglichen Kausalzusammenhang nachgegangen.

    Die Ergebnisse der Forschung wurden im Fachblatt Journal of Social and Clinical Psychology publiziert.

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    Die Wissenschaftler teilten an der Universität Pennsylvania 143 Studenten in zwei Gruppen. Die erste Gruppe musste ihre Verwendung von Instagram, Facebook und Snapchat auf höchstens 30 Minuten pro Tag beschränken, während die zweite Gruppe die Netzwerke wie gewohnt besuchen durfte.

    Nach drei Wochen mussten die beiden Gruppen einen Fragenbogen ausfüllen, der ihr Wohlbefinden nach sieben Kriterien messen sollte, darunter Fomo (Angst, etwas zu verpassen), Einsamkeit, Beklemmung und Depression.

    Ein Zeitlimit für soziale Netzwerke verringert die Wahrscheinlichkeit einer Depression und  eines Einsamkeitsgefühls, stellten die Forscher fest. Allerdings würden sich die Grenzwerte individuell unterscheiden.

    „Es gibt kein korrektes Zeitlimit pro Tag für jeden“, unterstreicht die Leitautorin der Studie, Melissa Hunt, und betont zudem, dass kein absoluter Verzicht auf soziale Netzwerke nötig sei.

    „Es ist ein bisschen ironisch, dass Sie durch die Verringerung Ihrer Nutzung sozialer Medien in der Tat weniger vereinsamen“, so Hunt. „Ein Teil der vorhandenen Literatur über soziale Netzwerke deutet darauf hin, dass ein enormer sozialer Vergleich stattfindet. Wenn Sie sich das Leben anderer ansehen, insbesondere auf Instagram, können Sie leicht folgern, dass das Leben aller anderen cooler oder besser ist als Ihr Leben“, zitiert sie der Pressedienst der Universität Pennsylvania.

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    Beklemmung, Sozialnetzwerke, Netzwerk, Depression, Angst, Forschung, Snapchat, Instagram, Facebook, Pennsylvania, USA