11:25 10 Dezember 2018
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    Abbildung von Jesus Christi an den inneren Wänden eines russischen TempelsRuin einer frühchristlichen Kirche in Shivta, Israel

    Archäologischer Fund: Jesusbild in unbekannter Version?

    © Sputnik / Sergej PiatakowCC BY-SA 4.0 / Zairon / Cave town of Avdat, Negev Desert, Israel
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    Israelische Forscher haben an der Mauer einer halb zerstörten Kirche ein schlecht erhaltenes Porträt entdeckt, das höchstwahrscheinlich Jesus Christus darstellt, sich jedoch von den konventionellen Jesusbildern wesentlich unterscheidet.

    Über den Fund in der uralten Stadt Shivta berichtet das Fachmagazin „Antiquity“.

    Turiner Grabtuch
    © AP Photo / Hussein Malla
    Die Steinzeichnung zeigt einen kraushaarigen jungen Mann ohne Kinnbart, mit großen Augen und langer Nase. Da neben seiner Figur ein Gesicht mit Nimbus dargestellt ist, handelt es sich um ein ehemals größeres Wandbild. Dieses befindet sich oberhalb eines kreuzartigen Taufbeckens, was für eine Szene der Taufe Christi typisch ist.

    Die von den israelischen Archäologen vorgebrachte Version wird auch dadurch belegt, dass die Darstellung der Taufe Jesu in der frühchristlichen und der byzantinischen Kunst üblich war.

    ​Laut den Forschern waren solche Jesus-Ikonen in Ägypten und in der Levante (heute Syrien und Palästina) weit verbreitet, im späten Byzanz jedoch nicht mehr anzutreffen.

    Bekanntlich wurde im 4. Jahrhundert über das Äußere von Jesus Christus gestritten. Das neuentdeckte Porträt stammt offensichtlich aus dieser Zeit.

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    Tags:
    Taufe, Darstellung, Jesus Christus, Israel