05:54 11 Dezember 2018
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    Zerstörte ein Meteorit Sodom und Gomorrha? – Forscher klären auf

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    Die Wissenschaftler der Trinity Southwest University in Albuquerque (US-Bundesstaat New Mexiko) gehen davon aus, dass ein vor etwa 4.000 Jahren eingeschlagener Meteorit die Ansiedlungen nördlich vom Toten Meer dem Erdboden gleich gemacht haben kann. Darüber berichtet das US-Fachmagazin „Science News“.

    Die Archäologen hätten fünf alte große Siedlungen in Jordanien ausgegraben. Die Forscher hätten dabei festgestellt, dass die Menschen dort 2500 Jahre lang, bis zum Ende der Bronzezeit, gelebt hätten. In der Zeit danach, und zwar im Laufe von 600-700 Jahren, hätten die Siedlungen leer gestanden. Es seien auch 120 kleinere Lagerplätze entdeckt worden, die der Wirkung starker Hitze und des Windes ausgesetzt gewesen seien.         

    In jener Zeit, als der Meteorit eingeschlagen sein soll, hätten in der Region 40.000 bis 65.000 Menschen gelebt. Die Ergebnisse der Radiokarbondatierung hätten gezeigt, dass die aus Lehmziegeln gebauten Häuser vor etwa 3700 Jahren plötzlich verschwunden und nur ihre Steinfundamente übriggeblieben seien. 

    Darüber hinaus sei die Außenschicht der Tonobjekte so geschmolzen, dass sich dabei Glasstücke mit einem Gehalt von Zirkonkristallen gebildet hätten. Dies deute auf die Einwirkung einer sehr hohen Temperatur hin, die mit der Temperatur der Sonnenoberfläche vergleichbar sei.      

    Der biblischen Geschichte zufolge hatten im Gebiet um das Tote Meer die Städte Sodom und Gomorrha gelegen, die Gottes Zorn für die Sünden ihrer Bewohner vernichtet haben soll. Einige Wissenschaftler glauben, dass diese Städte durch einen eingeschlagenen Asteroiden dem Erdboden gleich gemacht worden seien. 

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    Tags:
    Asteroiden, Meteorit, Totes Meer