06:48 25 Januar 2020
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    Bei Neugeborenen mit Vitamin-D-Mangel ist das Risiko für eine zukünftige Schizophrenie um 44 Prozent höher als bei Kindern mit normalem Gehalt an biologisch aktiven Substanzen. Zu diesem Ergebnis kamen Neurobiologen von der University of Queensland in Australien und der Aarhus University in Dänemark, wie das Fachportal „EurekAlert“ berichtet.

    Die Experten sollen festgestellt haben, dass ein Mangel an Vitamin D im Kindesalter die Ursache für das Auftreten einer psychischen Störung bei acht Prozent (der Gesamtzahl der Fälle) der dänischen Einwohner sein könne.

    Bei der Schizophrenie handle es sich um eine Gruppe von wenig erforschten Gehirnstörungen, die durch Symptome wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen und kognitive Beeinträchtigungen gekennzeichnet seien. Da der Fötus vollständig auf das im Körper der Mutter vorhandene Vitamin D angewiesen sei, könnten einige Fälle von Schizophrenie durch die Versorgung der Schwangeren mit ausreichenden Vitamin-D-Mengen verhindert werden, so der Professor John McGrath von Aarhus University.

    Die Studie der Neurobiologen berücksichtigte die Befunde von mehr als 2600 Personen, bei denen Schizophrenie diagnostiziert wurde. Unter anderem analysierten die Fachleute die Vitamin-D-Konzentration in Blutproben von Säuglingen.

    Zuvor hatten die Wissenschaftler im Sanger-Institut in Großbritannien festgestellt, dass Mutationen im SETD1A-Gen das Risiko, an Schizophrenie zu erkranken, um das 35-Fache erhöhen. Zu diesen Ergebnissen seien die Forscher nach einer Analyse der Genome von mehr als 16.000 Menschen aus Großbritannien, Finnland und Schweden gelangt.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Forscher nennen das nützlichste Vitamin für Herz und Gefäße

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    Tags:
    Vitamin D, Wissenschaftler, Schizophrenie