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    Invasion aus dem Süden: Lebensbedrohung durch neue Zeckenart

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    Eine neue eingewanderte Zeckenart der Gattung „Hyalomma marginatum“ kann lebensgefährliche Krankheiten auf Menschen und Tiere übertragen. Erstmals ist die Zeckenart in Österreich entdeckt worden, berichtet das Nachrichtenportal der Standard.

    Nach Aussagen von Experten der Veterinärmedizinischen Universität Wien soll diese subtropische Zeckenart lebensgefährlichen Krankheiten, wie zum Beispiel das Krim-Kongo-Fieber, übertragen können.

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    Die Veterinärmedizinische Universität Wien und die Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) warnen vor dem Auftreten dieser neuen Krankheitsüberträger.

    Grundsätzlich können Zecken durch Urlaubsreisen mit Haustieren oder etwa durch Zugvögel eingeschleppt werden.

    Die Gattung „Hyalomma marginatum“, die vorwiegend in Asien, Nordafrika und im Mittelmeerraum vorkommt, sei ebenfalls aufgrund von Hitzeperioden und Klimawandel weiter nach Mitteleuropa gelangt, so der Standard.

    Vor allem der überdurchschnittlich warme und trockene Sommer 2018 soll den starken Populationszuwachs der exotischen Zeckenart begünstigt haben.

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    Zu den lebensbedrohlichen Krankheiten, die von diesen Parasiten übertragen werden können, zählen das Krim-Kongo-Fieber, das West-Nil-Virus oder das Thogot-Virus.

    Gesundheitsexperten stellt sich nun die Frage, ob diese Zeckenart in mitteleuropäischen Klimaverhältnissen überleben kann.

    Falls die Hyalomma marginatum-Zecke den Winter überstehe, könnte sie sich in Mitteleuropa dauerhaft ansiedeln und damit zu einer Gefahr für Menschen und Tiere werden.

    Erstmals waren Erkrankungsfälle an Krim-Kongo-Fieber in den 1940er Jahren auf der russischen Halbinsel Krim dokumentiert worden. 1956 wurde das Virus in Belgisch-Kongo (heute Demokratische Republik Kongo) medizinisch nachgewiesen.

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    Tags:
    West-Nil-Virus, Krim-Kongo-Fieber, Zecke, Krankheiten, Virus, Mittelmeerraum, Europa, Österreich