00:53 19 April 2019
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    Reis und Übergewicht – Forscher finden Zusammenhang

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    Die Diät-Mediziner haben festgestellt, dass Reis ein sehr gutes Mittel im Kampf gegen das Übergewicht werden kann, wenn das „richtige Produkt“ gewählt wird und zwar: der das Fett zu spalten fähige schwarze Reis.

    Ein Experiment an Nagetieren zeigte, dass Zutaten aus schwarzem Reis den Prozess der Akkumulation von Fetten in der Leber bei jenen Tieren, die die Forscher absichtlich mit einer kalorienreichen Nahrung gefüttert hatten, gestoppt hätten. Dabei sei bei den Mäusen zudem eine Senkung des Cholesterinspiegels verzeichnet worden.

    Darüber hinaus habe der schwarze Reis einen relativ niedrigen  glykämischen Index gezeigt – 42,3, er ist kräftig und hat viel Zellstoff.

    Eine ganz andere Sache sei der beliebte weiße Reis, behaupten Forscher. Sein glykämischer Index beläuft sich auf 64 (fast so hoch wie bei eindeutig nicht diätischen Kartoffeln). In diesem Zusammenhang ist der Konsum dieses Produkts ein Risikofaktor bei dem Typ-2-Diabetes.

    Viele Forscher sind zudem der Ansicht, dass ein solches Essen mit einem Risiko der Hypertonie und des Auftauchens des metabolischen Syndroms verbunden sei. Das heißt, es werde empfohlen, den weißen Reis aus der Ration jener Menschen auszuschließen, die abzunehmen versuchen. Anderenfalls kann dies eine gegenteilige Wirkung haben.

    Apropos

    Zuvor hatten Forscher von der Indiana University erklärt, dass der Reis ein Champion nach dem Arsengehalt — dabei in biologisch zugänglicher Form — sei. Die Symptome einer Vergiftung mit Arsen zeigen sich nicht sofort, allerdings könne eine an Reis reiche Diät zu unterschiedlichen Erkrankungen führen – unter anderem zu Krebs, zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zu Problemen in der Gehirntätigkeit.  Den Reisfreunden empfehlen die Fachleute, dieses Lebensmittel erst sorgfältig zu waschen und ihn dann in einer großen Flüssigkeitsmenge zu kochen.

    Der Reis kann im Kampf gegen die Fettleibigkeit helfen, aber nur, wenn Sie die „richtige Farbe“ essen. Die Studie zeigte, dass der schwarze Reis die Fettakkumulation in der Leber verhindern kann.

    Der schwarze Reis gehört zu den gesünderen Sorten als der weiße. In frühen Zeiten meinten die Chinesen, dass der Konsum von schwarzem Reis die Funktionsfähigkeit der Nieren, des Magens und der Leber verbessere, was ihn zum Favoriten für Auserwählte macht. Er hatte einen so hohen Wert, dass es den einfachen Menschen verboten war, ihn anzubauen und zu essen. Aus diesem Grunde war der schwarze Reis auch als „verbotener Reis“ bekannt.

    Jahrhunderte später wurde das Verbot aufgehoben, und dieser Reis war wieder für alle zugänglich. Die Gesundheits-Enthusiasten loben den Konsum vom schwarzen Reis aus folgenden Gründen:

    Er ist kräftig – die typische Farbe des Schwarzreises kommt von den Anthozyanen, den Pflanzenpigmenten, die z. B. den Heidelbeeren eine tiefe Farbe verleihen. Die Anthozyane sind mächtige Antioxydanten, die mit einer Vielfalt nützlicher Eigenschaften fürs Herz und Gehirn verbunden sind. Im Vergleich zum weißen Reis enthält der schwarze Reis mehr Eiweiß und phytochemische  Detoxifizierungsstoffe.

    Im schwarzen Reis gibt es viele Ballaststoffe, die diverse Funktionen in unserem Organismus erfüllen. Unser Verdauungssystem kann diese Stoffe nicht voll und ganz verdauen, daher sind die Ballaststoffe eine Nahrung für freundliche Bakterien in unserem Darmsystem. Darüber hinaus helfe dies, länger fit zu bleiben, was einer der Gründe sei, Reis für ein geeignetes Mittel zur Gewichtabnahme zu positionieren.

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