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22:37 16 Juli 2019
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    Stonehenge (Archivbild)

    Geheimnis von Stonehenge-Zylindern enthüllt

    © AP Photo / Alastair Grant
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    Archäologen haben laut der britischen Zeitung „Daily Mai“ den Zweck der Folkton-Trommeln erkannt, also der alten Steinzylinder, die 4000 bis 4600 Jahre alt sein können. Die Stämme, die einst den Norden des heutigen Englands besiedelten, sollen sie als Messinstrumente für den Aufbau megalithischer Bauwerke, darunter Stonehenge, verwendet haben.

    Die mit komplizierten Schnitzereien bedeckten Zylinder waren im Jahr 1889 in einem Kindergrab aus dem Neolithikum entdeckt und seitdem wiederholt untersucht worden. Doch erst jetzt haben die Forscher herausgefunden, welchem Zweck diese Artefakte gedient hatten.

    Die Wissenschaftler hätten den Umfang jeder Trommel gemessen und dabei Folgendes  herausgefunden: Würde man einen großen Zylinder sieben Mal mit einem Seil umwickeln, so würde die gemessene Länge 3,22 Meter betragen. Die gleiche Zahl würde man bekommen, wenn man den mittleren Zylinder achtmal oder den kleinsten zehnmal umwickeln würde.

    Den Archäologen zufolge könnten die Zylinder beim Aufbau der Trilithen in Stonehenge nützlich gewesen sein, also von Anlagen aus drei Steinen, von denen einer auf den anderen beiden liegt. Die Menschen der Urzeit sollen eine gewünschte Länge bekommen haben, indem sie Seile um die Folkton-Trommeln gewickelt und diese auf dem Boden gerollt hatten. Dies habe ihnen ermöglicht, für ihre Bauwerke große Steine gleichen Formats zu verwenden. Derzeit werde davon ausgegangen, dass das Ganze nur nach Augenmaß und ohne Messinstrumente gemacht worden sei.         

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    Tags:
    Neolithikum, Archäologen, Steine, Stonehenge