13:02 20 Juni 2019
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    Blick auf die Erde und den Mond vom Weltraum aus

    Die Erde kollidierte mit einem Planeten von der Größe des Mars - Forscher

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    Das Leben auf der Erde ist laut Forschern der Rice University in Houston in den USA aufgrund der Kollision des Planeten mit einem anderen großen Himmelskörper entstanden, die zur Bildung des Mondes geführt hat. Die Ergebnisse der Studie hat das Fachportal „EurekAlert!“ veröffentlicht.

    Die meisten lebenswichtigen Elemente, die auf der der Erde vorhanden sind, einschließlich des größeren Teils von Kohlen- und Stickstoff, stammen womöglich von einem anderen Planeten, mutmaßen die Wissenschaftler.

    ​Sie hätten Experimente zum Simulieren der extremen Bedingungen durchgeführt, unter denen die geochemischen Reaktionen abliefen, die zur Entstehung der chemischen Zusammensetzung der Planetenkruste und des Erdmantels führten. Dabei sei die Hypothese bestätigt worden, wonach der schwefelreiche Kern eines fremden Planeten den Kohlen- und Stickstoff in die äußeren Schichten stieß, da eine hohe Konzentration an Schwefel in der Schmelze die Löslichkeit von verschiedenen flüchtigen Verbindungen verringere. Folglich sei der Kohlen- und Stickstoff-Anteil in der Kruste des fremden Planeten größer gewesen als in der Erdkruste.

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    Chinesisches Mondfahrzeug auf der Rückseite des Erdtrabanten
    © REUTERS / China National Space Administration/CNS
    Laut den Ergebnissen einer Computermodellierung, die etwa eine Milliarde verschiedener Szenarien berücksichtigt habe, seien das jetzige Verhältnis von Kohlen- und Stickstoff sowie der Isotopengehalt, aber auch die Gesamtmenge an Stick-und Kohlenstoff und Schwefel auf der Erde so wie bei dem katastrophalen Szenario der Mondentstehung.

    Gemäß diesem Szenario war die Erde vor 4,4 Milliarden Jahren mit einem Planeten von der Größe des Mars kollidiert, der über einen schwefelreichen Kern verfügte. Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätten die zugänglichen chemischen Stoffe, die für die Existenz der Biosphäre nötig seien, einfach nicht ausgereicht, so die Forscher.

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    Tags:
    Experiment, Mond, Erde, Mars