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    Schulen in Hessen dürfen künftig auf Noten verzichten

    © AFP 2019 / JEAN-CHRISTOPHE VERHAEGEN
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    Viele Schulen in Hessen dürfen in Zukunft selbst entscheiden, ob sie ihre Schüler mit Noten beurteilen. Dies schreibt die FAZ am Donnerstag.

    Die Bildungsreform geht demnach auf eine Wahlkampfforderung der Grünen zurück. Die CDU-Politiker in Hessen üben daran Kritik.

    Wie es im Koalitionsvertrag der schwarz-grünen Landesregierung heißt, soll Schulen die Möglichkeit geboten werden, „pädagogisch neue Wege bei der Erreichung der Bildungsziele zu gehen”.

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    In Zukunft sollen „Abweichungen bei der Unterrichtsorganisation und —gestaltung“ möglich sein, unter anderem bei der „Ausgestaltung der Leistungsnachweise“. Schulen könnten „Rückmeldungen über den Lernfortschritt und den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler in Form einer schriftlichen Bewertung geben“. Sollte es zum Verlassen der Schule oder einem Schulwechsel kommen, müsse dann ein „Zeugnis mit Ziffernnoten“ erstellt werden, so die Zeitung.

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    Dem Sprecher des Kultusministeriums zufolge eignet sich das Vorhaben in erster Linie für Gesamtschulen. Die Regelung zu einer freien Entscheidung über eine mögliche Benotung sei „ein Angebot und keine Pflicht“, erklärte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im hessischen Landtag Mathias Wagner. „Die Bildungsziele sind mit einer anderen Pädagogik teilweise besser zu erreichen“, argumentierte er.

    In Hessen gibt es Gesamtschulen, die bereits teilweise ohne Benotungen arbeiten.

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    Tags:
    Notensystem, Schulen, Bildung, Hessen, Deutschland