20:05 19 Februar 2019
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    Depression adieu – so geht’s

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    In Großbritannien ist eine Methode entdeckt worden, um effektiver gegen depressive Stimmung und chronische Depression vorzugehen. Das Zauberwort heißt – Ernährung. Das besagt eine Studie eines britischen Ärzte-Teams, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift Psychosomatic Medicine veröffentlicht wurden.

    Depression gilt als eine der häufigsten und komplexesten psychischen Krankheiten. Ihre genauen Ursachen sind nicht bekannt, jedoch können zahlreiche Faktoren ihre Entwicklung beeinflussen, wie etwa der Verlust des Selbstwertgefühls, Apathie und andere negative Aspekte.

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    Im Kampf gegen eine depressive Stimmung haben Wissenschaftler in den letzten Jahren Hunderte von Antidepressiva etabliert. Viele Medikamente lösen jedoch ernsthafte Nebenwirkungen aus, wie etwa Stoffwechselstörungen, Fettleibigkeit oder Sucht.

    Abgesehen davon sind sich Wissenschaftler und Ärzte auch über die Natur dieser psychischen Erkrankung nicht völlig im Klaren. Insbesondere ist noch nicht bestimmt worden, welche Teile des Gehirns und der Nervenzellketten durch Depressionen betroffen sind und wie sich eine weitere Entwicklung der Krankheit auf Motivation und Stimmung einer Person auswirkt.

    Allerdings ist von etlichen Ärzten bereits berichtet worden, dass viele ihrer Patienten, die ihre Lebensweise oder Ernährung drastisch geändert haben, Depressionen losgeworden sind oder diese zumindest deutlich reduziert haben.

    Angesichts dessen ist ein britisches Ärzte-Team zu dem Schluss gekommen, dass die richtige Ernährungsweise ein entscheidender Faktor sein könnte, und hat eine entsprechende Studie durchgeführt, um herauszufinden, inwiefern Menschen mit einer gesunden Ernährung weniger häufig von depressiver Stimmung und chronischer Depression geplagt werden als diejenigen, die gern fettes oder ungesundes Essen zu sich nehmen.

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    Bei der besagten Studie wurden sechzehn andere Studien-Ergebnisse, die etwa 46.000 Menschen umfassen, von diversen Ernährungswissenschaftlern analysiert, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden.

    Durch die Kombination der Daten kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass der Übergang zur mediterranen Ernährung und zehn anderen Arten von gesunden Lebensmitteln bei etwa einem Drittel der Freiwilligen dazu verhalf, Depressionen erfolgreich zu bekämpfen.

    „Wir haben einmal wieder gezeigt, dass eine Änderung des Lebensstils Menschen helfen kann, schlechte Laune und Depressionen zu bekämpfen. Insbesondere zeigt unsere Analyse, dass sich dieser Effekt besonders stark manifestiert, wenn Patienten nicht nur die Ernährung ändern, sondern auch Sport treiben“, teilte ein Mitglied des Ärzte-Teams, Brendon Stubbs vom Royal College London, mit.

    Interessanterweise haben solche Veränderungen bei Frauen am stärksten Wirkung gezeigt, während sie bei vielen Männern entgegengesetzte Wirkungen verursacht haben. Jeder fünfte verfiel nach dem Übergang zu einer neuen Diät in eine noch stärkere Depression. Darüber hinaus hatten Diät und körperliche Aktivitäten fast keinen Einfluss auf Zustände von Nervosität oder innerer Unruhe, was für die Wissenschaftler ein Rätsel bleibt.

    „Es ist möglich, dass es physiologische Ursachen hat – das richtige Essen hilft, Übergewicht zu verlieren, was die Entzündungsrate im Körper senkt und uns weniger müde macht. Das alles wirkt sich, wie wir wissen, auch auf unsere psychische Gesundheit aus“, so Joseph Firth von der Universität Manchester.

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    Tags:
    Ernährungsweise, Nervosität, Ernährung, Ärzte, Mediziner, Depression, Studie, Wissenschaftler, Wissenschaft, Gesundheit, Manchester, London, Großbritannien