17:28 12 August 2020
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    Das schmelzende Eis in Grönland und in der Antarktis wird auf der ganzen Welt Extremwetter und unvorhersehbare Temperaturen hervorrufen. Das geht aus einer Studie hervor, die in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht wurde.

    Laut dem Rechercheleiter Nick Golledge von der neuseeländischen Victoria University of Wellington werden die Temperaturen bei den aktuellen weltweiten Regierungsstrategien bei drei oder vier Grad über dem vorindustriellen Niveau liegen. Das werde dazu führen, dass beträchtliche Mengen Schmelzwasser von den Eisschilden Grönlands und der Antarktis in die Ozeane gelangen.

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    „Unseren Modellen zufolge wird dieses Schmelzwasser zu wesentlichen Störungen bei den ozeanischen Strömungen führen und weltweit das Erwärmungsniveau ändern“, zitiert die kanadische McGill University in Montreal auf ihrer offiziellen Webseite den Forscher.

    Wenn das Schmelzwasser in die Ozeane gelange, würden wichtige Ozeanströmungen wie etwa der Golfstrom wesentlich schwächer, so die Wissenschaftler. Das würde zu wärmeren Lufttemperaturen in der Hohen Arktis, Ostkanada und Zentralamerika sowie zu niedrigeren Temperaturen im nordwestlichen Europa führen.

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    Die durch das Übereinkommen von Paris festgelegte globale Klimapolitik berücksichtige nicht alle wahrscheinlichen Folgen des Abschmelzens der Eisschilde. Selbst bei Stabilisierung des Erdklimas würde dieser Prozess in gewissem Maße andauern.

    Andererseits sollen die Experimente des Forscherteams gezeigt haben, dass die künftigen Auswirkungen begrenzt werden könnten, sollten die Treibhausgasemissionen „drastisch reduziert“ werden.

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    Studie, Recherche, Forschungsprogramm, Forschung, Forscher-Team, Forscher, Ozean, Meer, Wasser, Eisschmelzen, Eis, Wetterforschung, Wetter, Klimawandel, Klimaveränderungen, Klimaschutz, Klimaerwärmung, Klimaabkommen, Klima, Antarktis, Grönland, Neuseeland