06:45 25 Januar 2020
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    Forscher aus dem Museum für Naturkunde zu Berlin haben bei der ältesten fossilen Schildkröte Knochenkrebs entdeckt. Die Studie wurde am Donnerstag im Fachjournal JAMA Oncology veröffentlicht.

    Die jüngste Untersuchung der Fossilien ergab, dass die Schildkröte an einem Tumor am Oberschenkelknochen gelitten hatte. Der Auswuchs wurde als ein periosteales Osteosarkom diagnostiziert – eine bösartige Knochenkrebs-Art, die auch bei Menschen vorkommt.

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    „Paläopathologien sind grundsätzlich selten bei Fossilien. Dies gilt insbesondere für bösartige Tumore, die bei Fossilien fast unbekannt sind. Das macht unseren Fund so bedeutend”, so Mitautor Patrick Asbach, Radiologe an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, gegenüber dem Portal „Medizin Aspekte“.

    Das Ergebnis deute darauf hin, dass Krebs nicht auf den Menschen beschränkt sei, sondern weit in die evolutionäre Geschichte der Wirbeltiere zurückgehe, merkt Paläontologin Yara Haridy gegenüber dem Portal an.

    Die Urschildkröte Pappochelys wurde 2015 im Steinbruch Schumann in Vellberg-Eschenau, Baden-Württemberg, entdeckt. Die etwa 240 Millionen Jahre alte Schildkröte ist der Trias-Periode zuzuordnen.

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    Tags:
    Biologie, Tumor, Knochen, Krebs, Schildkröte, Deutschland