21:56 25 Juni 2019
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    Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin in Baikonur

    Roskosmos-Direktor ausgeladen – Nasa-Chef fliegt stattdessen nach Russland

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    Nach der Ausladung von Roskosmos-Direktor Dmitri Rogosin will Nasa-Chef Jim Bridenstine selber nach Russland fliegen, um die Gespräche fortzusetzen. Nach dem Ende des amerikanischen Space-Shuttle-Programms sind russische Trägerraketen für die US-Raumfahrtbehörde die einzige Möglichkeit, ihre Astronauten ins All und zurück auf die Erde zu bringen.

    Nasa-Chef Jim Bridenstine werde zu Verhandlungen mit Dmitri Rogosin nach Russland kommen, teilte Roskosmos-Chef Wladimir Ustimenko am Sonntag im Sputnik-Gespräch mit. Der russische Weltraum-Chef habe seinen US-Amtskollegen persönlich eingeladen, die US-Seite habe die Absicht, zu kommen. Der genaue Termin sei jedoch noch nicht vereinbart worden.

    Rogosin hätte im Februar die USA besuchen sollen. Doch im Januar zog Nasa-Chef Bridenstine seine Einladung zurück. Die Entscheidung begründete er mit politischem Druck aus dem US-Senat. Die Senatoren hatten kritisiert, dass ein Besuch Rogosins den Sicherheitsinteressen der USA schaden könnte.

    Nach Grund für seine Ausladung befragt, sagte Rogosin am heutigen Sonntag im russischen Fernsehen, er glaube nicht, dass er in den Vereinigten Staaten wirklich als Bedrohung angesehen werde. „Es mag eher am Obskurantismus gelegen haben, der gegenüber Russland und seinen Vertretern betrieben wird.“

    Auch Nasa-Vertreter, mit denen er gesprochen habe, hätten sich enttäuscht über seine Ausladung gezeigt, sagte Rogosin weiter. Er selbst glaube, dass die Kooperation mit der Nasa, der europäischen Raumfahrtorganisation ESA und den Weltraumbehörden anderer Staaten sehr wichtig sei: „Wenn es wirklich ernste Probleme geben würde, würde man einander helfen.“

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    Tags:
    NASA, Roskosmos, Jim Bridenstine, Dmitri Rogosin, USA, Russland