04:09 15 August 2020
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    Die USA haben Russland Hilfe beim Transport eines Ultraviolett-Teleskops zur Internationalen Weltraumstation (ISS) unter Einsatz eines Dragon-Frachters verweigert. Das teilte Michail Panassjuk, Direktor des Forschungsinstituts für Kernphysik an der Moskauer Universität, am Montag mit.

    Daher werde Russland das Teleskop zur Erforschung kosmischer Strahlen extrem hoher Energien 2022-2023 mit Progress-Schiffen in einigen Anläufen transportieren müssen. Den Angaben zufolge wird das UV-Teleskop einen Spiegel mit einem Durchmesser von drei Metern haben, doppelt so groß wie bei einem Teleskop an Bord des „Lomonossow“-Raumapparates, das kosmische Strahlen hoher Energien im Rahmen des internationalen EUSO-Projekts erforscht.

    Aliens oder Neutronensterne? Teleskop entdeckt rätselhaftes Signal aus dem All
    © Foto : Bill Saxton, NRAO/AUI/NSF; Hubble Legacy Archive, ESA, NASA

    „Im März-April sollen wir das Projekt des UV-Teleskops dem Raketenbauer Energija vorlegen. Bei ausreichender Finanzierung und bei der Lösung aller technischen Probleme dürfte das Gerät spätestens 2023 an Bord der ISS gebracht werden.“

    >>>Mehr zum Thema: Hubble-Teleskop gelingt Aufnahme von superfernem Galaxienhaufen<<<

    Panassjuk teilte ferner mit, dass die USA ein alternatives Projekt vorgeschlagen hatten – POEMMA (Probe Of Extreme Multi-Messenger Astrophysics). Es handle sich um zwei Satelliten mit je einem UV-Teleskop. Das Projekt dürfte laut NASA-Plänen aber erst Ende der 2020er Jahre umgesetzt werden.

     

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    Tags:
    Teleskop, Verweigerung, Transport, Internationale Raumstation ISS, Forschugnsinstitut für Kernphysik, Michail Panasjuk, USA, Russland