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15:04 14 Oktober 2019
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    Bergarbeiter auf Asteroiden? Forscher halten das unter einer Bedingung für möglich

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    Wissenschaftler von der Universität Wien sind zu dem Schluss gekommen, dass der Abbau von Bodenschätzen auf Asteroiden realistischer sei, wenn das Schürfen im Inneren der Himmelskörper vorgenommen würde. Der Vorabdruck der Studie ist auf dem Dokumentenserver „arXiv“ veröffentlicht.

    Die Experten sollen gemutmaßt haben, dass die bei der Rotation eines Himmelskörpers auftretende Fliehkraft als Quelle künstlicher Schwerkraft verwendet werden könnte. Die Forscher hätten ein Szenario modelliert, in dem sich die Raumstation für das Rohstoff-Schürfen in einem Asteroiden mit einem Durchmesser von 100 bis 500 Metern befindet. Dabei sei festgestellt worden, dass die Belastungen, die sich aus der Wirkung der Fliehkraft ergeben, innerhalb der Grenzen liegen würden, die ausreichen, um die Festigkeit des Gesteins zu erhalten.

    Wenn die Zusammensetzung und die Gesteinsdichte sowie die innere Struktur des Asteroiden bekannt seien, könnten die Bohrer darauf platziert werden, heißt es in der Studie. In diesem Fall sollte der Abbau von Bodenschätzen von der Mitte des Asteroiden aus zu seiner Oberfläche hin begonnen werden. Zudem würde der Aufbau von Innengebäuden das Bergbauteam vor den Auswirkungen der kosmischen Strahlung schützen.

    Bei der Bestimmung der Gesteinsdichte, so die Wissenschaftler, müsse berücksichtigt werden, dass der Start und die Landung eines Raumschiffs den Drehimpuls des Asteroiden verändern und damit zu dessen Verlangsamung oder Beschleunigung beitragen würden.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Risiko von Kollision mit Erde wahrscheinlicher: Forscher zu neuentdecktem Asteroiden

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    Tags:
    Bergbau, Himmelskörper, Wissenschaftler, Asteroiden