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    Cannabis-Konsum in der Jugend beschert Depression im Erwachsenenalter – Studie

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    Wer bereits als Jugendlicher regelmäßig THC-haltiges Cannabis konsumiert, wird als Erwachsener wahrscheinlicher an Depressionen und Selbstmordgedanken leiden. Zu diesem Ergebnis kommt eine psychiatrische Studie, die Forschungsergebnisse der Vergangenheit zusammenfasst und auswertet.

    In seiner Entwicklungsphase ist das Gehirn ein sehr anfälliges Organ. Für Heranwachsende sind daher eine gute Erziehung und ein angenehmes Klima in der Familie sehr wichtig. Bei Streitigkeiten zwischen Eltern neigen Kinder mittleren Alters  deswegen oft dazu, sich die Schuld zu geben. Werden die Probleme zuhause zum Alltag, verankert sich das Schuldgefühl im Unterbewusstsein und kann vielleicht nur durch Therapeuten behoben werden.

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    Das Gehirn kann in seiner Entwicklung jedoch deutlich stärker geschädigt werden: Durch Substanzen und Rauschmittel. Der Konsum von Alkohol durch die Mutter während der Schwangerschaft kann zum Beispiel langfristige Folgen für das Baby haben. Auch nach der Geburt sollten Eltern versuchen, ihre Kinder von Rauschmitteln fernzuhalten. Sie können rechtzeitig über die negativen Folgen dieser Substanzen aufklären, um die Entwicklung ihres Kindes zu schützen. Dennoch sind viele beeinflussende Negativfaktoren besonders in der Pubertät nicht zu verhindern.

    Ein solcher Faktor ist der Cannabis-Konsum im Jugendalter, der heutzutage selbstverständlich scheint und daher vielen Eltern Sorgen bereitet. Nicht unbegründet, sagt eine neue Studie, die insgesamt elf Studien aus der Psychiatrie zu Cannabis-Konsum bei knapp 23.000 Jugendlichen zusammenfasst und metanalytisch auswertet.

    Ihr Ergebnis: Cannabis-Konsum unter 18 Jahren erhöhe die Wahrscheinlichkeit um 37 Prozent, im Erwachsenenalter eine Depression zu entwickeln. Außerdem verdreifache sich die Wahrscheinlichkeit von Selbstmordgedanken im Erwachsenenalter im Vergleich zu Nicht-Konsumenten.

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    Übertragen auf die Gesamtbevölkerung wirken die Zahlen allerdings weniger erschreckend, das Risiko betrage hier nur noch sieben Prozent. Allerdings sei die relative Wahrscheinlichkeit höher. Da im Jahr 2016 fast jeder zehnte Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren angab, Cannabis zu konsumieren, sollte man das Forschungsergebnis im Hinterkopf behalten.

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    Tags:
    Jugend, Cannabis, Konsum, Studie, Gehirn