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    „Bier auf Wein, das lass sein...“ – Studie klärt auf, ob das Sprichwort zutrifft

    © Sputnik / Sergej Malgawko
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    Ein internationales Forscherteam hat im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie unter kontrollierten Bedingungen die kurzfristigen Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum untersucht und die Ergebnisse im Fachblatt „American Journal of Clinical Nutrition“ veröffentlicht.

    Eine altbekannte Trink-Weisheit lautet — „Bier auf Wein, das lass sein. Wein auf Bier, das rat ich dir“. Jeder hat das bestimmt schon mal gehört und nicht wenige halten das für plausibel. Doch stimmt diese Trink-Regel wirklich? 

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    Ein Forscherteam ist dieser Frage nachgegangen und hat im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung 105 Freiwillige auf kurzfristige Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum getestet und den Fokus dabei einzig und allein auf Bier und Wein, auf Carlsberg-Lagerbier und Weißwein um genau zu sein, gelegt.

    In diesem Sinne wurden auch die Testpersonen ausgesucht, die  Bier und Wein zumindest gerne konsumieren sollten. Außerdem achteten die Forscher bei den Probanden, die im Alter zwischen 19 und 40 Jahren sein sollten, darauf, dass es zu jedem von ihnen zwei etwa ähnliche Personen gab. Das heißt Personen mit demselben Geschlecht, etwa demselben Alter, mit ähnlichem Body-Maß-Index und nach Möglichkeit mit gleichem Trinkverhalten. 

    Dieses Trio wurde dann je einer von drei Gruppen zugeteilt. Den Gruppen wurde ein unterschiedliches Trinkverhalten verordnet — eine Gruppe trank erst Bier, dann Wein, während Personen der anderen Gruppe zuerst Wein und danach Bier konsumierten. Am Abend darauf wurde die Reihenfolge geändert. Die dritte Gruppe hat zuerst ausschließlich Wein konsumiert und am darauffolgenden Abend ausschließlich Bier. Vor dem Alkoholkonsum haben die Probanden eine standardisierte Mahlzeit zu sich genommen, deren Menge an Alter und Geschlecht angepasst worden war. Auch vor dem Schlafengehen haben die Personen Wasser, dessen Menge an ihr Körpergewicht angepasst worden war, zu sich genommen.

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    Die Testpersonen sollten bei diesem Experiment einen Blutalkoholwert von 1,1 Promille erreichen und wurden nach dem Aufstehen anhand von acht körperlichen Symptomen in Bezug auf die Stärke ihres Katers eingeschätzt und bewertet. 

    Das Ergebnis hat ergeben, dass das Sprichwort „Bier auf Wein, das lass sein. Wein auf Bier, das rat ich dir“ nicht stimmt! Denn ob man nur Bier oder nur Wein – oder beides nacheinander trinkt – den Kater wird man nicht in jedem Fall nicht verhindern können.

    Experimentleiter Kai Hensel zeigte sich zufrieden: „Einmal in meinem Leben aber wollte ich eine Studie durchführen, die einfach nur Spaß macht — und gleichzeitig höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügt, absolut wasserdicht ist“.

    In diesem Zusammenhang ist noch einmal zu betonen, dass Alkoholkonsum schändlich ist und dass solche Studien einzig und allein einem wissenschaftlichen Zweck dienen. Bezüglich der Gefahren von Alkohol ist in diesem Monat über Negativfolgen von Bierkonsum berichtet worden. 

    Forscher haben im Rahmen einer Studie festgestellt, dass Biergeschmack Sucht auslöst. Dabei konsumierten 49 Freiwillige abwechselnd Bier und Energydrinks einer bekannten Marke. Beim Scannen des Gehirns wurde festgestellt, dass der Biergeschmack unabhängig vom Alkoholgehalt des Getränks einen größeren Ausstoß von Dopamin als ein Energydrink auslöste. Der stärkste Effekt wurde bei jenen Probanden erzielt, in deren Familien es Alkoholiker gibt.

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    Tags:
    Trinkkultur, trinken, Alkoholwert, Alkoholkonsum, negative Wirkung, Forscher-Team, Experiment, Forscher, Studie, Gefahren, Bier, Wein, Forschung, Wissenschaft, Alkohol, Deutschland