12:23 24 März 2019
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    Mammutbaby Yuka aus Sibirien

    Sibirisches Mammutfossil teilweise „auferweckt“

    © Sputnik / Vitaliy Belousov
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    Ein japanisches Forscherteam hat die Aktivität einiger Zellenteile des mumifizierten, 28.000 Jahre alten Körpers des Mammutbabys Yuka wiederhergestellt. Ein vollständiges Wiederaufleben des Tieres ist aber vorerst unmöglich. Darüber schreibt das Fachprotal „Science Alert“.

    Die Forscher haben das Rückenmark und die Muskeln – insgesamt 273,5 Milligramm biologisches Material — dem Tierkörper entnommen und tote Zellen mit wenig beschädigten Kernen freigelegt. Insgesamt wurden 88 Kernstrukturen gesammelt und einige von ihnen in lebende Mauseizellen eingepflanzt. Als Ergebnis zeigten mehrere modifizierte Keimzellen Merkmale von Aktivität, wie sie normalerweise einer Zellteilung vorangeht.

    Die Forscher beobachteten die Herausbildung einer Struktur, die die Trennung der Chromosomen sicherstellt, die Einschaltung von Histonen (basischen Proteinen) in die DNA-Kette und eine teilweise Kernbildung. Dabei wurde keine vollständige Aktivierung der Zellkerne beobachtet, was von einer starken Beschädigung des entnommenen biologischen Materials zeugt.

    Wie die Forscher zugeben, ist heutzutage das vollständige Auferwecken der Mammute unmöglich, aber die geleistete Forschungsarbeit sei ein großer Schritt in diese Richtung. Die Forscher wollen in Zukunft funktonale Zellkerne gewinnen und eine Teilung von Zellen mit Mammut-DNA erreichen.

    Der Vorzeit-Elefant Yuka, der zu den Wollhaarmammute (Mammuthus primigenius) gehörte, wurde im Jahr 2010 an der Ostküste der Laptewsee in Jakutien gefunden. Die Überreste waren im Dauerfrostboden gut erhalten.

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    Tags:
    Material, Mammut, DNA, Zellen, Japan, Russland