16:54 22 April 2019
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    Dinosaurier (Symbolbild)

    Dinosaurier-Massensterben: Wissenschaftler kommen zu neuen Erkenntnissen

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    US-Wissenschaftler sind im Norden der Vereinigten Staaten auf Fossilien aus dem Ende der Kreidezeit gestoßen, die das Massensterben der Dinosaurier beschreiben. Dabei sind auch bisher unbekannte Fischarten aus der Urzeit entdeckt worden, meldet die Nachrichtenagentur AFP.

    Laut einer Studie der Forscher Robert DePalma und David Burnham von der Universität von Kansas weist der Fund im US-Bundesstaat North Dakota zahlreiche Spuren eines gigantischen Massensterbens vor 66 Millionen Jahren auf, heißt es in der Meldung.

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    Ein Asteroideneinschlag löste damals im heutigen Mexiko innerhalb kürzester Zeit eine Kette verheerender Folgeereignisse aus, durch die etwa 75 Prozent des Lebens auf der Erde ausgelöscht wurden. Dieses Ereignis markiert auch das Ende des Dinosaurier-Zeitalters.

    Robert DePalma zufolge hatte der Asteroid unter anderem eine gigantische Flutwelle verursacht, durch die im heutigen North Dakota zahlreiche Lebewesen, beispielsweise Landwirbeltiere, Süßwasserfische, Ammoniten und andere Meerestiere, getötet und später konserviert wurden. 

    Demnach seien in der Ausgrabungsstätte Tanis Fossilien aus dem Ende der Kreidezeit gefunden worden, bei denen es sich um eine „Hauptader vorzüglich erhaltener Tier- und Fischfossilien“ handeln soll. 

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    Wie David Burnham mitteilte sollen die Fossilien innerhalb von Minuten nach dem Asteroiden-Einschlag auf der Erde entstanden sein. „Die Sedimentierung geschah so schnell, dass alles dreidimensional erhalten ist – sie sind nicht zerquetscht“, so Burnham.

    Die wissenschaftliche Entdeckung beinhaltet zudem einen sehr wichtigen Aspekt: Demnach seien in Tanis offenbar auch bisher unbekannte Fischarten entdeckt worden. Andere Fossilien werden der Studie zufolge als „am besten erhaltene Exemplare ihrer Art“ beschrieben. 

    Die Erforschung des Dinosaurier-Zeitalters umfasst heute zahlreiche Ausgrabungen weltweit. In diesem Zusammenhang wurde im Februar über eine Entdeckung in Argentinien berichtet, bei der ein Forscher-Team in der Region Patagonien fossile Überreste einer bislang unbekannten Dinosaurier-Art gefunden haben soll. Laut dem Portal phys.org war das neu entdeckte Tier, das der Dinosauriergruppe Dicraeosauridae zugeordnet wird, vor allem durch scharfe Rückenstacheln geprägt.

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    Fischarten, Fossilien, Forscher-Team, Massensterben, Ausgrabungen, Forscher, Dinosaurier, Wissenschaftler, Erde, Forschung, Wissenschaft, Asteroid, Tiere, Kansas, North Dakota, Mexiko, Argentinien, USA