10:07 21 April 2019
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    1971 stellte der Physiker Stephen Hawking die Theorie auf, dass die rätselhafte dunkle Materie aus kleinen schwarzen Löchern bestehen könnte. Nun haben japanische Forscher diese Hypothese empirisch widerlegt, teilte das Fachportal „ScienceAlert“ mit.

    Nach Hawkings Theorie gibt es im Universum eine Gruppe urzeitlicher schwarzer Löcher, die unmittelbar nach dem Urknall entstanden sind und die dunkle Materie bilden. Diese Objekte wären winzig, aber unglaublich schwer: So sollte ein Schwarzes Loch mit einem Ereignishorizont von 0,1 Millimetern eine Masse von 67 Quintillionen Tonnen haben. Dies sollte eine mögliche Lösung für das Problem der fehlenden Masse des Universums sein.

    „Angenommen ein ursprüngliches schwarzes Loch bewegt sich zwischen uns und einem Stern, wird erwartet, dass der Stern einige Minuten bis Stunden flackern und sich aufhellen wird, da die Schwerkraft des Schwarzen Lochs sein Licht verstärkt“, erklärt „ScienceAlert“. Das wird als Mikro-Gravitationslinseneffekt bezeichnet.

    Wissenschaftlerin Hiroko Niikura und ihre Kollegen vom Kavli-Institut für Physik und Mathematik des Universums (IPMU) in Japan versuchten, diese Theorie nachzuweisen.

    Mithilfe des Subaru-Teleskops in Hawaii überwachte das Team sieben Stunden lang Dutzende Millionen Sterne in der Andromeda-Galaxie mit hoher zeitlicher Auflösung.

    Wäre Hawkings Theorie richtig gewesen, hätten die Wissenschaftler den Mikro-Gravitationslinseneffekt ungefähr tausend Mal beobachten können. Allerdings konnten sie nur ein Ereignis erfassen, das diesem Effekt ähnlich war. Somit wurde die Hypothese des berühmten Physikers widerlegt, wonach dunkle Materie aus vielen kleinen schwarzen Löchern besteht.

    Die Studie von Hiroko Niikura wurde Anfang April im Fachjournal „Nature Astronomy“ veröffentlicht.

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    Tags:
    widerlegen, Weltraum, Forschung, Dunkle Materie, Stephen Hawking, Großbritannien, Japan