17:47 04 August 2020
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    Das Brunt-Schelfeis in der Antarktis wird bald durch die Bildung eines Eisbergs gespalten, der doppelt so groß wie die Stadt New York sein könnte. Der Abbruchprozess ist in eine Endphase eingetreten, wie die Forscher erklären. Ursache dieses Bruchs sei jedoch höchstwahrscheinlich nicht die Erwärmung des Meeres, sondern ein natürlicher Prozess.

    Das Eisberg-Gebiet wird den Fachleuten zufolge 1.500 Quadratkilometer groß sein und eine Dicke von etwa 150-250 Metern haben.

    Das Brunt-Schelfeis wird laut Forschern seit 2012 von Forschern genau beobachtet: Damals waren die Fachleute darauf aufmerksam geworden, dass sich der Riss, der seit 35 Jahren unverändert blieb, vergrößert hatte.

    Neben dieser schnell wachsenden Furche habe sich im Oktober 2016 ein anderer Riss aufgetan. Dieser soll nördlich liegen und senkrecht zu dem ersten Bruch verlaufen. Es werde erwartet, dass beide Risse etwa in den nächsten zwei Monaten aufeinandertreffen würden, was wiederum zur Bildung eines neuen Eisbergs führen könne.

    ​​​Den Forschern zufolge ist die Spaltung des Brunt-Gletschers wahrscheinlich nicht mit der globalen Erwärmung verbunden. Solche Erscheinungen treten, so Experten, von Zeit zu Zeit auf und sind ein Teil des natürlichen Prozesses. Dabei betonen die Wissenschaftler, dass der  Klimawandel ein ernstzunehmendes Problem sei, das die ganze Welt und insbesondere die Antarktis betreffe.

    Eine entsprechende Studie soll in der Fachzeitschrift „The Cryosphere“ erscheinen.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Risse im Eis: Forscher warnen vor Katastrophe in der Antarktis

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    Tags:
    Brunt-Schelfeis, Forscher, Antarktis