21:45 25 Juni 2019
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    Narkose (Symbolbild)

    Dreifache Menge: Kiffer brauchen eine stärkere Narkose

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    Patienten, die regelmäßig Cannabis konsumieren, haben bei Operationen häufig einen viel höheren Bedarf an Narkosemitteln. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf US-Forscher.

    So könne etwa bei dem Arzneistoff Propofol mehr als die dreifache Dosis nötig sein, wenn die Patienten täglich oder wöchentlich Marihuana oder andere Hanfprodukte zu sich nehmen, so die Wissenschaftler um Mark Twardowski von den Western Medical Associates in Grand Junction (Colorado, USA) im Fachmagazin „The Journal of the American Osteopathic Association“.

    „Cannabis hat einige Stoffwechseleffekte, die wir nicht verstehen, und die Patienten müssen wissen, dass ihr Cannabis-Konsum andere Medikamente möglicherweise weniger wirksam macht“, betont Twardowski.

    Götz Geldner, Ärztlicher Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Klinikum in Ludwigsburg findet das Ergebnis nicht überraschend. Dass Patienten, die psychoaktive Substanzen wie Alkohol zu sich nehmen, mehr Narkosemittel benötigen, sei unter Anästhesisten schon lange bekannt. Das erklärte der nicht an der aktuellen Studie beteiligte Mediziner der Deutschen Presse-Agentur (DPA) zufolge. Seit etwa zehn Jahren werde auch in einem von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin empfohlenen Patientenfragebogen nach dem Drogenkonsum gefragt. Mehr als 90 Prozent der deutschen Kliniken sollen einen vergleichbaren Fragebogen verwenden, schätzt Geldner.

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    Tags:
    Studie, Drogen, Cannabis, Operation, Narkose