18:17 18 April 2019
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    Tasse Kaffee (Symbolbild)

    Lieblingsgetränk Kaffee: Schädlich oder gesund?

    CC BY 2.0 / Winhide / Coffee
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    Am heutigen Mittwoch, dem 17. April, wird der Welt-Kaffee-Tag begangen. Das Portal Mail.ru präsentiert aus diesem Anlass neueste Erkenntnisse zu dem populären Getränk.

    Der Anblick ist heilsam

    Forscher an der Universität Monash in Australien und an der Universität Toronto in Kanada haben eine unerwartete psychologische Wirkung des Kaffees entdeckt: Allein der Anblick von Espresso oder Cappuccino lässt das Gehirn intensiver arbeiten. Der Effekt erklärt sich mit einer stabilen Assoziation zwischen dem Aromagetränk und neuer, frischer Energie.

    Das Aroma ist nützlich

    Beim Einatmen des Kaffeearomas lassen sich analytische und mathematische Aufgaben möglichst effektiv lösen, stellten Forscher an der Universität „Stevens Institute of Technology“ (US-Bundesstaat New Jersey) fest. 

    Mittel gegen Gehirnalterung 

    Kaffee enthält unter anderem einen Wirkstoff, der im Tandem mit Koffein die Entwicklung der Parkinson-Krankheit und der Lewi-Körperchen-Demenz bremst. Zu diesem Schluss sind Forscher an der Rutgers University (USA) gelangt. Es handelt sich dabei um Eicosanoid-5-Hydroxytryptamin (EHT). Diese Substanz verhindert die Aufstockung einer Proteinart im Gehirn, die altersbedingte neurodegenerative Störungen fördert.

    Zu heißer Kaffee ist schädlich

    Der Verzehr von zu heißen Getränken kann laut US-amerikanischen Onkologen zur Entwicklung von Speiseröhrenkrebs führen. Es wurde festgestellt, dass der tägliche Konsum von mehr als 700 Milliliter Getränken mit einer Temperatur ab 60 Grad Celsius das Entwicklungsrisiko von Speiseröhrentumoren um 90 Prozent erhöht.

    Teilweise Gehirnschrumpfung

    Forscher an der Universität Seoul in Südkorea haben die Einwirkung dauerhaften Kaffeeverzehrs auf die Gesundheit untersucht und herausgefunden, dass die Epiphyse (Zirbeldrüse) beim Konsum von mindestens zwei Tassen Kaffee pro Tag im Laufe von 30 Jahren um 20 Prozent schrumpft. Diese im Gehirn liegende Drüse ist unter anderem für die Synthese des Hormons Melatonin verantwortlich, dessen Mangel zu Schlafstörungen führen kann. 

    Panikattacken

    Große Mengen an Tee oder Kaffee erhöhen laut neuen Erkenntnissen den Adrenalin-, Noradrenalin- und Cortisolspiegel im Blut. Dies kann zu Nervosität führen – auch bei Personen, die keine Probleme mit der psychischen Gesundheit haben. Neigt ein Kaffeeliebhaber zu Angstzuständen, kann Koffein eine Panikattacke bei ihm auslösen.

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    Tags:
    Getränke, Koffein, Forscher, Kaffee, University of Toronto, mail.ru, Australien, Kanada, Südkorea, USA