07:32 06 Dezember 2019
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    Iwan Matsak, Gewinner des Wettbewerbs „The Global Energy“ aus dem Jahre 2015

    Störfreie Ingenieursysteme und Drohne 24/7: Diese Jungs prägen Zukunft der Energetik

    © Foto : The Global Energy Association : The Global Energy Association
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    Seit vielen Jahren fördert die russische Global Energy Association junge ForscherInnen im Energetikbereich. Diesmal wurden auch junge Mitarbeiter des Karlsruher Instituts für Technologie für Ihre Projekte ausgezeichnet und für den Preis nominiert. Das Programm ist ab diesem Jahr international, das heißt, jeder kann für den Preis kandidieren.

    Mit Unterstützung der russischen Energieriesen Gazprom, FGC UES und Surgutneftegas werden jährlich vier Gewinner des Jugendprogramms „The Global Energy“ ausgewählt, die dann je eine Million Rubel (circa 13.850 Euro) Fördergeld bekommen. Die ersten Nominierten sind auf dem diesjährigen Global Energy Summit in Karlsruhe Mitte April bekannt geworden, darunter auch die jungen Mitarbeiter des Karlsruher Instituts für Technologie, Alexander Murray und Holger Röhm.

    Alexander hat Algorithmen zur Projektoptimierung bei der Lösung technischer Probleme in Energie- und Ingenieursystemen vorgeschlagen, während Holger eine spezielle Sonnenbrille entwickelt hat. Diese unterscheide sich nicht von einer gewöhnlich getönten Sonnenbrille, kann aber die eingebauten Mikrocontroller und zwei Flüssigkristallanzeigen betreiben, die Lufttemperatur und Lichtintensität anzeigen. Sie werden als erste für den Preis kandidieren. Ab dem 10. April läuft die internationale Bewerbung. Insgesamt werden vier Preise in den Kategorien „Idee“ und „Start-up“ mit einem Gesamtbudget von vier Millionen Rubel vergeben.

    Technologien für Gasgewinnung und Drohne bereits ausgezeichnet

    Egal ob in der traditionellen oder neuen Energetik – neue Technologien werden dringend gebraucht. Genau dabei geben die jungen Fachleute den Ton an. Im letzten Jahr hatte unter anderem Iwan Jewdokimow, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Technologischen Instituts für Superharte und Neue Kohlenstoffmaterialien bei Moskau, mit einer neuen Technologie den Preis genommen.

    Diese soll die Öl- und Gasproduktion in Russland vereinfachen. Es geht um die Kohlenwasserstoffproduktion nach der Methode des mehrstufigen hydraulischen Frackings. Sein Projekt ist deshalb relevant, weil die Hydraulic Fracturing-Technologie für Russland sehr Import-abhängig ist. Jewdokimows Entwicklung bietet damit eine vollständige Importsubstitution und passt die Technologie besser an die russischen Verhältnisse an, einschließlich der Arbeit am arktischen Schelf.

    • Alexander Murray, Karlsruher Institut für Technologie
      Alexander Murray, Karlsruher Institut für Technologie
      The Global Energy Association / The Global Energy Association
    • Holger Röhm, Karlsruher Institut für Technologie
      Holger Röhm, Karlsruher Institut für Technologie
      The Global Energy Association / The Global Energy Association
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    The Global Energy Association / The Global Energy Association
    Alexander Murray, Karlsruher Institut für Technologie

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    Iwan Matsak, Gewinner des Wettbewerbs aus dem Jahre 2015, ist einer der erfolgreichsten jungen Forscher Russlands. Als Leiter einer wissenschaftlichen Gruppe im größten Raumfahrtkonzerns Russlands, RKK Energija, hatte er eine Technologie vorgeschlagen, die die Flugdauer von Drohnen auf bis zu 24 Stunden am Tag erhöhen kann. Heutzutage variiert die Flugzeit ohne Batteriewechsel für die meisten UAVs zwischen 15 und 40 Minuten. Das vorgeschlagene Prinzip ist recht einfach: An einem unbemannten Fahrzeug wird eine kleine Solarbatterie montiert, auf die von einem entfernten Punkt aus ein Laserstrahl gerichtet wird, sodass dessen Energie in Elektrizität umgewandelt wird. Somit wird die notwendige Energie für den Flug übertragen.

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    Die Teilnahme am Wettbewerb der Global Energy Association habe Iwan geholfen, seit Projekt voranzubringen, kommentiert er gegenüber Sputnik. Nun werde seine Idee für die Industrie weiter erarbeitet. Die Technologie könne auch in der Robotik und im Weltraum zum Laden von Nano- und Mikrosatelliten eingesetzt werden. Das Team von Iwan Matsak plant bereits deren Export auf ausländische Märkte wie China, Singapur, Indien und die Länder des Nahen Ostens.

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    Tags:
    Solarenergie, Technologie, Energie, Drohne, Energiebereich, Drohne, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Gazprom, Karlsruhe, Deutschland, Russland