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23:02 18 August 2019
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    Bergziege in den USA (Symbolbild)

    Alaska: Rekordfrühling fordert Menschenopfer

    © AP Photo / Becky Bohrer
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    Der polare US-Bundesstaat Alaska erlebt derzeit einen Rekordfrühling: Die Temperaturen im Norden, in der Stadt Utquiagvik, liegen laut der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA um 11 Grad höher als sonst. Das stellt die Bewohner vor diverse Probleme bis hin zur Todesgefahr. Darüber schreibt das US-Fachmagazin „Science Alert“.

    Demnach soll das ungewöhnlich warme Wetter Probleme im Verkehrsbereich in dem abgelegenen Staat herbeigeführt haben, da die gefrorenen Flüsse nun nicht als Straßen für Autos und Lkw genutzt werden können, weil das Eis zu dünn ist. Dabei sind bereits mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen: Zwei von ihnen verunglückten, als ihre Autos in den Fluss Kuskokwim fielen, drei weitere kamen bei der Überfahrt in das nächste Dorf ums Leben, heißt es in dem Artikel.

    Früher blieb die Eisbedeckung vor der Küste bis hin zum Sommer fest, in diesem Frühjahr war sie jedoch von den starken Winden ins Meer geblasen worden, was auf eine starke Ausdünnung hindeutet.

    Daten eines Seismographs während eines Erdbebens (Archivbild)
    © AP Photo / Irwin Fedriansyah

    Wissenschaftlern zufolge sind die Temperaturen im März über mehrere Tage hinweg zum ersten Mal in der gesamten Beobachtungsgeschichte über Null geklettert. Laut Angaben des Klimaforschungszentrums in Alaska in der Stadt Utquiagvik haben 28 der ersten 100 Tage des Jahres Temperaturrekorde gebrochen.

    Die Temperaturmilderung sei mit dem Verschwinden des Eises im Beringmeer und in der Tschuktschensee verbunden, so die Forscher. Dabei sei die Küstenlinie wegen Sturmfluten im Herbst und Frühling in höherem Maß für Erosion anfällig.

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    Tags:
    Temperaturen, Frühling, Alaska