03:37 22 Januar 2020
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    Die europäische Weltraumagentur ESA führt nach eigenen Angaben ein wissenschaftliches Experiment an Bord der Weltraumstation ISS durch, das der Entwicklung eines effektiven Medikaments zur Muskel- und Knochenbehandlung dienen soll.

    Ein Daueraufenthalt im Weltraum wirkt sich bekanntlich auf die Gesundheit der Kosmonauten negativ aus. In der Schwerelosigkeit sind ihre Muskeln und ihr Knochengewebe einer Oxydation ausgesetzt und können daher brüchig werden. Um diesen Erscheinungen entgegenzuwirken, führen die Raumflieger sowohl an Bord der Raumstation als auch auf der Erde bestimmte Körperübungen aus.

    Laut ESA-Forschern wird nun an Bord der ISS ein Experiment vorgenommen, das der Entwicklung eines Arzneimittels zur Beseitigung der negativen Effekte dienen soll. Das Ziel des Experiments ist es zu klären, wie die Schwerelosigkeit auf die Produktion aktiver Sauerstoffformen wirkt, die DNA und Proteinmoleküle schädigen können. Anhand der Forschungsergebnisse sollen Oxydationshemmer entwickelt werden.

    Das Experiment ist bereits im Gange. Die erforderlichen Versuchsmaterialien sind mit einer Dragon-Raumkapsel des Unternehmens SpaceX zur Raumstation gebracht worden. Die ISS-Crew wird keramische Nanoteilchen in lebende Zellen hineingeben und diese sechs Tage lang bei einer Temperatur von 30 Grad Celsius konditionieren. Die zugesetzten Komponenten sollen die Zellen gegen die Oxydationseinwirkung schützen.

    Eine Vergleichsgruppe von Zellen und keramischen Nanoteilchen befindet sich mittlerweile auf der Erde.  

    Die Forscher hoffen, in naher Zukunft eine Methode der Zellenstimulierung zu entwickeln, die die negativen Auswirkungen der Schwerelosigkeit verhindern und darüber hinaus die Zellenalterung verlangsamen wird.

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    Tags:
    Weltraum, ESA, Europa