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12:52 19 Oktober 2019
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    Eisschmelze in der Antarktis (Archiv)

    Wie die Eisschmelze in der Antarktis zu gewaltigem Meerwasserspiegelanstieg beiträgt – Studie

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    Die antarktische Schnee- und Eisbedeckung ist seit 25 Jahren stellenweise um bis zu 122 Meter dünner geworden. Am schnellsten gehen diese Verdünnungsprozesse in der Westantarktis vor sich, berichtet die wissenschaftliche Nachrichtenwebseite Phys.org unter Verweis auf eine Studie, die eine Forschergruppe der Universität Leeds durchgeführt hat.

    Im Zentrum der Untersuchungen standen die Veränderungen der Dicke der Gletscherfelder im Zeitraum von 1992 bis 2017.

    Untersucht wurden 800 Millionen Messungen der antarktischen Eisschildhöhe, die zwischen 1992 und 2017 von den Satelliten-Höhenmessermissionen der Europäischen Weltraumorganisation aufgezeichnet worden waren, sowie Simulationen der Schneefälle in der gleichen Zeitperiode, die von dem regionalen Klimamodell RACMO erstellt worden waren.

    Auf diese Weise berechneten die Wissenschaftler das Gewicht der Gletscher und stellten fest, dass sich die Gletscherverdünnung über 24 Prozent der Westantarktis sowie über den Großteil der wichtigsten Eisströme wie dem Pine-Island-Gletscher und dem Thwaites-Gletscher ausgebreitet hatte. Diese verlieren zurzeit fünf Mal mehr Eis, als dies zu Beginn der Untersuchung der Fall war.

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    Die Forscher wollten eruieren, in welchem Maße die Eisverdünnung auf Klimaänderungen oder das Wetter zurückzuführen ist und fanden heraus, dass Schneefallschwankungen für einige Jahre kleine Höhenänderungen in der Eisdicke bewirken. Die stärksten Veränderungen deuten auf ein seit Jahrzehnten bestehendes Gletscherungleichgewicht hin.

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    Laut dem Chef des britischen Zentrums für polare Beobachtungen und Modellierungen (CPOM), Professor Andy Shepherd, habe der Eisschwund in der Ost- und Westantarktis seit 1992 den globalen Meeresspiegel um zusätzliche 4,6 Millimeter ansteigen lassen.

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    Tags:
    globale Erderwärmung, Eisschmelze, Eis, Antarktis