07:00 09 April 2020
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    Deutsche Forscher von der Universität Bonn haben gemeinsam mit russischen Kollegen von der Moskauer Lomonossow-Universität einen äußerst seltenen Himmelskörper aufgespürt, der durch Fusion zweier Weißer Zwerge entstanden ist. Das berichtet das Wissenschaftsportal Phys.org.

    Demnach befindet sich das Objekt 10.000 Lichtjahre von der Erde entfernt und ist Teil des Sternbilds Cassiopeia. Bei J005311, wie es die Forscher bezeichnen, seien die beiden häufigsten Elemente des Universums Wasserstoff und Helium nicht vorhanden. Dies gilt als ein typisches Merkmal Weißer Zwerge – kleinen alten Sternen mit großer Oberflächentemperatur und geringer Leuchtkraft.

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    Der Stern leuchtet 40.000 Mal heller als die Sonne und gibt einen Sternwind mit einer Geschwindigkeit von 16.000 Kilometern pro Sekunde ab. Die Astrophysiker gehen davon aus, dass kaum Himmelskörper dieser Art in der Milchstraße existent sind.

    Anhand der Analyse schlussfolgern sie, dass J005311 das Ergebnis einer stellaren Fusion sein muss, bei der zwei Weiße Zwerge miteinander verschmolzen waren.

    Die gesamte Masse des Himmelskörpers soll sich im Laufe von ein paar tausend Jahren in Eisen verwandeln, woraufhin die Brennprozesse in seinem Inneren stoppen werden.

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    Sobald das passiert, wird das Objekt mit einem gewaltigen Knall explodieren. Die noch vorhandenen Elektronen und Protonen schließen sich danach unter dem Gravitationseinfluss zu Neutronen zusammen und bilden auf diese Weise einen Neutronenstern.

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    Tags:
    Explosion, Supernova, Entdeckung, Russland, Deutschland, Forscher, Himmelskörper