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15:39 12 November 2019
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    Frauen mit Hidschab

    Hidschab und Nikab kein Problem? Russische Technologie erkennt zu 40 Prozent verdeckte Gesichter

    © AFP 2019 / Yasser Al-Zayyat
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    Die russische Firma NtechLab hat laut ihrem Unternehmenschef, Alexander Minin, einen Algorithmus entwickelt, der die Erkennung teilweise verdeckter Gesichter erlaubt.

    Die Präsentation des neuen Produkts fand im Rahmen der Konferenz „ZIPR-2019“ für Russlands digitale Industrie in der Stadt Innopolis (russische Teilrepublik Tatarstan) statt. Laut Minin basiert die Entwicklung auf dem Algorithmus FindFace.

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    Dank der neuen Technologie ist es möglich, Gesichter fehlerfrei zu erkennen, selbst wenn sie bis zu 40 Prozent mit einem Schutzhelm, Kopftuch, Mundschutz, falschem Bart oder einer Brille verdeckt sind. Die Entwicklung funktioniert ohne Effizienzverlust auch mit Kameras mit einer niedrigen Auflösung und erkennt auch Gesichter, die von der Seite aufgenommen wurden.

    Im Vergleich zu anderen Produkten auf der FindFace-Basis ist die russische Entwicklung fünf Mal schneller. Nach den Ergebnissen eines Tests mit mehreren Tausenden Kameras kann das Produkt gleichzeitig mit einer unbegrenzten Anzahl von Kameras und Gesichtern in einer Monitoring-Datenbank arbeiten, so Minin. Dies sei entscheidend für große Projekte des Typs „Sichere Stadt“ und fehle bei Produkten anderer Entwickler.

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    In das System ist ein so genannter Anti-Spoofing-Algorithmus integriert. Er analysiert kleinste Veränderungen im Gesicht eines Menschen sowie die Hauttextur. Dadurch kann das wirkliche Gesicht von einer Abbildung auf Papier oder auf dem Bildschirm eines Gerätes unterschieden werden.

    Darüber hinaus kann die NtechLab-Entwicklung signalisieren, wenn sie ein Gesicht ohne Übereinstimmung auffindet. Das heißt, dass das System nach dem Szenario „Eindringen eines Unbekannten“ funktionieren kann.

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    Der Firmenchef teilte mit, dass das Produkt derzeit in etlichen Regionen Russlands getestet werde, darunter in Moskau, in Rjasan (Zentralrussland) sowie in der Stadt Almetjewsk (Tatarstan). Die Entwicklung soll außerdem für Länder Asiens, des Nahen Ostens und Südamerikas geeignet sein. Einen Zugang zu ihren Märkten will NtechLab mit Hilfe des russischen Rüstungskonzerns Rostech und der ihm angehörenden Firma Rusajtiexport bekommen.

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    Tags:
    IT, Gesichtserkennung, Gesichtsschleier, Gesicht, Technologie, Entwicklung, Innovationen, Tatarstan, Russland