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11:34 24 Juli 2019
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    Eine Zecke in einem Labor bei wissenschaftlichen Untersuchungen (Symbolbild)

    Was hilft gegen Borreliose-Zecken? Deutsche Forscherin liefert bemerkenswerte Antwort – Kühe!

    © Sputnik / Konstantin Tschalabow
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    Sommerzeit ist Zeckenzeit. Diese Blutsauger können mit ihrem Biss Menschen mit gefährlichen Krankheiten infizieren. Wer oft in die Natur geht, sollte daher unbedingt stets auf Kleidung und seine Haut achten. Eine deutsche Forscherin hat sich nun mit Borreliose-Übertragungen beschäftigt und Bemerkenswertes festgestellt.

    Dania Richter, Biologin in der Abteilung für Landschaftsökologie und Umweltsystemanalyse der Technischen Universität Braunschweig, hat festgestellt, dass Kühe Borreliose-Erreger in Zecken abtöten können, berichtet das „Göttinger Tageblatt“.

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    Beißt eine Borreliose-Erreger übertragende Zecke in ein Rind, so sollen die Blutsauger danach ungefährlich werden, so das Fazit der Wissenschaftlerin, die sich seit 20 Jahren mit dem komplizierten Verhältnis zwischen Parasiten und ihren Wirten befasst.

    Wie die Forscherin erklärt, übertragen Zecken jeweils spezielle Arten von Borreliose-Erregern, die sie aus dem Blut von Nagetieren, Vögeln oder Eidechsen mitnehmen.

    Normalerweise, erläutert die Biologin, sehe der Ablauf so aus:

    Eine Zecke beißt ein Tier, das Borrelien im Blut hat, und infiziert sich.

    Wenn die Zecke vollgesogen abfällt, entwickelt sie sich zu ihrem nächsten Stadium, während die Erreger in ihrem Darm abwarten.

    Nach einer Weile wird die Zecke wieder hungrig, beißt das nächste Tier, um sich vollzusaugen, gibt aber dabei den Erreger mit ihrem Speichel weiter.

    Die meisten Tiere bekommen so zwar den Erreger, werden aber nicht krank und können somit selbst weitere Zecken infizieren.

    Laut den Ergebnissen der Wissenschaftlerin wird dieser Kreislauf nun aber unterbrochen, wenn eine Zecke in ein gewöhnliches Rind beißt.

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    Bei infizierten Zecken, die sich an einer Kuh vollsaugten, konnten nämlich keine Borreliose-Erreger mehr entdeckt werden.

    „Ausgelöscht“, sagt Dania Richter.

    Wie dieser Mechanismus funktioniert, sei aber im Moment unklar.

    „Es wäre schön, wenn wir das schon wüssten.“

    Die bisherigen Tests hätten noch keine Klarheit geschaffen. Irgendwas im Blut von Kühen, Hirschen, Rehen, Schafen oder Ziegen töte offenbar die Bakterien ab, sagt die Biologin.

    Solches Phänomen wurde das erste Mal bereits vor fast drei Jahrzehnten bei ersten Untersuchungen des Parasitologen Franz-Rainer Matuschka von der Charité Berlin entdeckt, damals aber eher bei Wildtieren, deren Immunsystem sowieso stärker ist als das eines Nutz- bzw. Haustieres.

    Was bei Wildtieren schon nachgewiesen war, wird nun aber auch bei Nutztieren gesichert: Wiederkäuer desinfizieren Zecken.

    „Die Rinder durchbrechen den Infektionszyklus“, sagt die Biologin.

    Von 450 Zecken, die sie Galloway-Rindern bei Flensburg abgenommen hatte, hätten statistisch gesehen 150 die gefährlichen Bakterien enthalten müssen, denn ein Drittel der Zecken auf der Weide war infiziert.

    Aber nicht eine einzige hatte die Erreger im Darm, wenn sie vorher am Rind gesaugt hatte.

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    Kühe auf den Wiesen, wo viele Menschen entlang spazieren, könnten also direkt die Gesundheit der Spaziergänger schützen, so die Einschätzung von Dania Richter.

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    Tags:
    Wissenschaftler, Forscher, Kühe, Übertragung, Krankheit, Borreliose, Zecke