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20:47 19 September 2019
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    Auf der Suche nach Aliens: Exomonde Monde sind Top-Kandidaten

    © Sputnik / Said Tsarnajew
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    Monde von Gasriesen außerhalb unseres Planetensystems könnten flüssiges Wasser und damit die Grundvoraussetzung für organisches Leben bieten. Denn die Anziehungskraft der Planeten könnte diese Planeten ausreichend erwärmen, erklärt der Astrophysiker Phil Sutton.

    Exoplaneten sind Planeten, die sich außerhalb unseres Planetensystems befinden. Inzwischen sind knapp 4.000 solcher Planeten bekannt. Aber nur ein geringer Bruchteil von diesen kommt infrage, wenn es um extraterrestrisches Leben im Weltall geht, da nur ein Bruchteil von ihnen die Bedingungen mitbringt, die nötig wären, damit Leben überhaupt entstehen kann.

    Doch neben Exoplaneten gibt es auch Exomonde – das sind Trabanten solcher Planeten, die um sie rotieren. Diese sollte man bei der Suche nach außerirdischem Leben näher ins Auge fassen, findet der Astrophysiker Phil Sutton von der University of Lincoln. Konkret geht es dem Forscher um Monde von Gasriesen. Die Gasriesen selbst bieten nicht die nötigen Bedingungen, da sie weder über eine feste Oberfläche noch über die passenden Temperaturverhältnisse verfügen.

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    Doch auf den Monden dieser Planeten könnte es laut dem Astrophysiker flüssiges Wasser – und damit eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Leben geben. „Diese Monde können durch die Gravitationskraft ihres Planeten von innen aufgeheizt werden, was dazu führen kann, dass sie über flüssiges Wasser außerhalb der gewöhnlichen Lebenszone verfügen, in der wir gegenwärtig nach Leben suchen. Ich glaube, dass solche Monde höhere Chancen auf der Suche nach extraterrestrischem Leben bieten, sollten wir sie finden“, teilt der Forscher auf dem Fachportal phys.org mit.

    Sutton hatte in diesem Zusammenhang auch nach möglichen Monden um den Exoplaneten J1407b gesucht. Solche Monde können sich durch Lücken in den Ringen solcher Planeten verraten. Der Forscher simulierte im Computermodell die Ringe, die 200-mal so groß sind wie die des Saturn. Alle Anziehungskräfte sowohl von Ringen als auch des Planeten, den sie umkreisen, wurden vom Computer in die Berechnung einbezogen. Dann fügte der Astrophysiker einen Mond hinzu, der in verschiedenem Abstand um den Planeten kreisen sollte und untersuchte in einem Zeitraum von 100 Umrundungen die Auswirkungen dieses Mondes auf die Erscheinung der Ringe.

    Die Simulation zeigte, dass der Mond zwar einen Einfluss auf Teilchen am Rand des Ringes hatte, aber nicht zu Lücken in der Ringstruktur führte.

    vr/sna

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    Tags:
    Astrobiologie, Astrophysik, Astronomie, Simulation, Europa, Extraterrestrisches Leben, Außerirdische, Aliens, Sonne, Planeten, Mond, Exoplaneten