12:54 19 Januar 2020
SNA Radio
    Wissen
    Zum Kurzlink
    10735
    Abonnieren

    US-Forscher von der University of Washington haben herausgefunden, welche Faktoren für das Entstehen der Riesenlöcher im antarktischen Eis verantwortlich sind. Ihre Studienergebnisse haben sie in einem Artikel für das Wissenschaftsportal Phys.org aufgeschrieben.

    Die so genannten „Polynjas“ (russischer Begriff für Löcher im Eis) haben sich in den Jahren 2016 und 2017 in der Antarktis gebildet. Um den Auslöser des Naturphänomens aufzuspüren, analysierten die Wissenschaftler unter anderem Satellitenaufnahmen der Eisoberfläche und sogar Sensoren, die auf den Köpfen von Robben befestigt wurden.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Wegen Auftauen des Dauerfrostbodens: Forscher prophezeien Landschaftswandel<<<

    Die Auswertung der Erhaltenen Materialigen brachte sie zu dem Schluss, dass das Auftreten der Löcher auf eine Kombination von Einflussfaktoren zurückzuführen ist. Dazu gehören „die ungewöhnlichen Meeresbedingungen sowie mehrere starke Winterstürme, die sich über den Ozean beinahe mit der Windstärke eines Hurrikans bewegten”, erklärt der leitende Studienautor Ethan Campbell.

    Bei massiven polaren Tiefdruckwirbeln bricht das Packeis und die Eisschollen werden auseinandergetrieben, so dass sich die Löcher öffnen.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Doppelt so groß wie New York: Riesiger Eisberg bricht bald von Antarktis ab – FOTOS<<<

    Ozeanographen gehen davon aus, dass das Auftreten der Polynjas in den letzten Jahren auf Entwicklungen im Klimawandel hinweisen.

    jeg

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    So empfingen die Polen 1945 die Sowjetarmee – der Retter von Krakau
    Ton wird immer rauer: Putin will Geschichts-Verzerrern das „Schandmaul schließen“
    Berliner Libyen-Konferenz: Kurden wettern gegen Erdogan
    Tags:
    Forscher, Anomalie, Phänomen, Eis, Antarktis