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05:41 21 Oktober 2019
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    Ein Satellitenfoto der Lücke in der West-Antarktis (Archivbild)

    Anomalie in der Antarktis: Rätsel um Riesenlöcher im Eis gelöst

    © NASA. Jeff Schmaltz, LANCE / EOSDIS Rapid Response, and Jesse Allen
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    US-Forscher von der University of Washington haben herausgefunden, welche Faktoren für das Entstehen der Riesenlöcher im antarktischen Eis verantwortlich sind. Ihre Studienergebnisse haben sie in einem Artikel für das Wissenschaftsportal Phys.org aufgeschrieben.

    Die so genannten „Polynjas“ (russischer Begriff für Löcher im Eis) haben sich in den Jahren 2016 und 2017 in der Antarktis gebildet. Um den Auslöser des Naturphänomens aufzuspüren, analysierten die Wissenschaftler unter anderem Satellitenaufnahmen der Eisoberfläche und sogar Sensoren, die auf den Köpfen von Robben befestigt wurden.

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    Die Auswertung der Erhaltenen Materialigen brachte sie zu dem Schluss, dass das Auftreten der Löcher auf eine Kombination von Einflussfaktoren zurückzuführen ist. Dazu gehören „die ungewöhnlichen Meeresbedingungen sowie mehrere starke Winterstürme, die sich über den Ozean beinahe mit der Windstärke eines Hurrikans bewegten”, erklärt der leitende Studienautor Ethan Campbell.

    Bei massiven polaren Tiefdruckwirbeln bricht das Packeis und die Eisschollen werden auseinandergetrieben, so dass sich die Löcher öffnen.

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    Ozeanographen gehen davon aus, dass das Auftreten der Polynjas in den letzten Jahren auf Entwicklungen im Klimawandel hinweisen.

    jeg

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    Tags:
    Forscher, Anomalie, Phänomen, Eis, Antarktis