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    Der Baikal-See

    „Nicht mehr trinkbar“: Baikal-Wasser mit Toxinen überlastet

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    Wegen erhöhter Konzentration von Toxinen im Baikal ist das Wasser aus dem tiefsten und ältesten Süßwassersee der Welt laut russischen Forschern nicht mehr für den menschlichen Konsum geeignet. Dies teilte der Direktor des Limnologischen Instituts der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften, Andrej Fedotow, am Mittwoch mit.

    Dem Wissenschaftler zufolge liegt die Konzentration von Toxin-ausscheidenden Bakterien im Baikal-Wasser im Bereich höchstzulässiger Werte.

    „Solches Wasser darf wegen des Gehalts an Toxinen nicht getrunken werden“, so Fedotow beim Gesamtrussischen Kongress zu Wasserproblemen.

    Nach seinen Angaben hat sich die Alge Spirogyra faktisch im gesamten Seichtwasser-Bereich des Sees vermehrt. Diese Wasserpflanze verändere das ökologische System des Baikals und führe beispielsweise zum massenhaften Verschwinden von Baikal-Schwämmen.

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    Die Alge dieser Art sei auch früher anzutreffen gewesen, und zwar in sehr geringen Mengen, so Fedotow. Heute blühe Spirogyra in mehreren Gebieten des Baikals ganzjährig.

    Der Wissenschaftler machte ferner auf großflächige Waldbrände im Einzugsgebiet des Baikals aufmerksam. Der dadurch erzeugte Rauch wirke sich auf das ökologische Wassersystem aus, das in großen Mengen mit der biogenen Substanz Ammonium belastet werde, sagte der Forscher.

    ls

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