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17:37 20 Juli 2019
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    Raikoke-Insel (Archivbild)

    Alles Lebendige auf Kurilen-Insel nach Vulkan-Ausbruch ausgelöscht

    CC BY-SA 4.0 / Bigwumpus / Wikimedia Commons (cropped)
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    Bei einem gewaltigen Ausbruch des Vulkans Raikoke ist die Pflanzen- und Tierwelt der gleichnamigen Insel der Mittelkurilen vernichtet worden, sagte die leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin des Labors für Vulkanologie des russischen Institutes für Maritime Geologie und Geophysik, Marina Tschibissowa, am Mittwoch gegenüber Sputnik.

    Wie zuvor berichtet wurde, war der Vulkan Raikoke am Samstag, dem 22. Juni, nach einer fast hundertjährigen Pause wieder erwacht. Die durch neun Vulkanexplosionen verursachte Eruption dauerte länger als zwölf Stunden. Die Asche stieg dabei 13 Kilometer hoch. 

    „Die pyroklastischen Ströme und Aschenfälle haben die inseleigene Pflanzen- und Tierwelt vernichtet, die sich nach dem vorangegangenen Ausbruch des Raikoke-Vulkans im Jahr 1924 wieder hergestellt hatte“, so die Wissenschaftlerin.

    Ihr zufolge sind am Raikoke-Vulkan jetzt schwache Dampf- und Gasemissionen mit geringem Aschegehalt zu beobachten. „Die Asche steigt höchstens zwei Kilometer hoch in die Luft“, fügte Tschibissowa hinzu.

    Der Pressedienst des russischen Institutes für Vulkanologie und Seismologie hat am Mittwoch mitgeteilt, dass die paroxysmale (von starken Explosionen geprägte) Phase bereits zu Ende und in nächster Zeit keine Vulkantätigkeit mehr zu erwarten sei. Der Direktor des genannten Institutes, Alexej Oserow, schloss jedoch nicht aus, dass ähnliche Ereignisse an den Vulkanen anderer Kurilen-Inseln, die von großer wirtschaftlicher und strategischer Bedeutung sind, auftreten könnten.

    „In diesem Zusammenhang sieht das Mehrzweck-Programm zur Erforschung des Vulkanismus und der Seismizität, das im Institut für Vulkanologie und Seismologie ausgearbeitet wird und in das nationale Projekt ‚Wissenschaft‘ aufgenommen werden soll, unter anderem die Unterbringung eines Netzes von geophysikalischen Stationen auf den Kurilen-Inseln vor“, zitierte der Pressedienst Oserow.

    Raikoke hat eine Höhe von 551 Metern über dem Meeresspiegel. Sein Krater ist 200 Meter tief und hat einen Durchmesser von rund 700 Metern.

    ls

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    Tags:
    Kurilen, Russland