17:38 22 September 2020
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    Die Forscher vom Jet Propulsion Laboratory der US-amerikanischen Weltraumbehörde Nasa am California Institute of Technology haben ähnliche Bedingungen wie auf dem Saturnmond Titan hergestellt und dabei neue Verbindungen und Mineralien entdeckt, die auf der Erde nicht zu finden sind. Dies berichtet das Fachportal „EurekAlert!“.

    Im Verlauf des Experiments hatten die Wissenschaftler demnach den Kryostaten (Thermostat für tiefe Temperaturen) mit flüssigem Stickstoff aufgefüllt und die Kammer dann erwärmt, um das Gas zu erzeugen, aus dem die Atmosphäre von Titan bestehen soll. Zudem hätten die Forscher Methan, Ethan und „andere kohlenstoffhaltige Moleküle“ in die Eiskammer gegeben.

    Auf diese Weise soll es ihnen gelungen haben, Benzolkristalle zu erhalten, die Ethanmoleküle in ihrem Gitter enthielten. Außerdem sollen Planetenforscher Co-Kristalle aus Acetylen und Butan entdeckt haben, die auf dem Titan wahrscheinlich häufiger vorkommen würden als Co-Kristalle aus Benzol und Ethan.

    Wissenschaftler vertreten die Ansicht, dass die neu entdeckten Kristallverbindungen „Wannenringe“ an den Rändern der Kohlenwasserstoff-Seen auf dem Saturnmond Titan bilden würden. Organische Verbindungen würden verdampfen und somit zur Bildung von Mineralien an den Ufern der „Stauseen“ beitragen, genau wie sich Salzkrusten an den Ufern der Weltmeere bilden.

    Die Forscher müssten nun weitere Experimente durchführen, um die Formen und Ausprägungen dieser „Wannenringe“ zu untersuchen, da es schwierig sei, durch die trübe Atmosphäre des Saturnmondes zu sehen. Ein Raumschiff würde benötigt werden, um den See auf dem Titan aus nächster Nähe richtig beobachten zu können.

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    Tags:
    Saturn, Kohlenwasserstoff, Titan, NASA