21:26 25 November 2020
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    Dass die asiatische Küche manchmal gewöhnungsbedürftig und sogar gefährlich ist, wissen vor allem viele Touristen. So kann beispielsweise der hochgiftige japanische Fugu-Fisch bei falscher Zubereitung zum Tod führen. Allerdings gibt es noch weitere nicht weniger kuriose Spezialitäten, die lieber mit Vorsicht zu genießen sind.

    Der Fugu-Fisch ist bekanntlich einer der riskantesten Delikatessen, die man in japanischen Restaurants bestellen kann. Der Fisch hat hochgiftige Körperteile, weshalb ihn nur Fachleute zubereiten sollten.

    In Japan gibt es auch ein nicht giftiges und trotzdem kurioses Gericht, das unter Umständen ebenfalls gefährlich werden könnte.

    Die unter dem Namen „tanzender Oktopus“ bekannte Spezialität - konkret die Tentakel des Tintenfisches -  wird dem Brauch nach in roher Form verspeist.

    Dem Oktopus wird bei der Zubereitung das Gehirn entfernt, trotzdem scheint das Weichtier noch am Leben zu sein, da sich seine Tentakel bewegen, wenn man sie beispielsweise mit Soja-Soße übergießt.

    Die Erklärung ist simpel: Der Tintenfisch wird kurz vor dem Servieren getötet, so dass seine Nervenzellen noch eine Weile aktiv bleiben. Das in der Soja-Soße enthaltene Salz sendet einen Impuls an die Tentakel, die sich dadurch bewegen.

    Die Tentakel sind zwar nicht giftig, allerdings trotzdem für die Gesundheit eines Menschen gefährlich, da sie sich im Rachen ansaugen und damit die Atemwege blockieren könnten. Aus diesem Grund wird beim Verzehr dieser Delikatesse empfohlen, gründlich zu kauen und viel Flüssigkeit zu trinken.

    Eine weitere asiatische Delikatesse ist das Affen-Gehirn. In China oder Vietnam wird dieses ebenfalls in roher Form serviert, wobei natürlich die Gefahr besteht, dass das Fleisch mit Viren wie etwa dem „Rinderwahn“ infiziert sein könnte.

    Ebenfalls als gefährlich wird der Verzehr von einigen Steinfisch-Arten, erachtet, die zu den giftigsten Fischen weltweit gehören. Ihre  Rückenflossenstacheln enthalten ein Gift, das extrem schmerzhaft und für den Menschen unter Umständen tödlich sein kann.

    In Indonesien und auf den Philippinen ist zum Beispiel der „Echte Steinfisch“ eine Spezialität, dessen Gift allerdings nicht lebensgefährlich sein soll. Bei der Zubereitung wird die Rückenflosse des Fisches entfernt. Wie die Erfahrung jedoch zeigt, ist  nicht auszuschließen, dass das Gift des Meeresbewohners nicht bei jeder Zubereitung erfolgreich entfernt wird. In so einem Fall ist mit einigen Stunden Fieber zu rechnen.

    Zu guter Letzt kann sogar der Verzehr von Muscheln tödlich enden. Beim unvorsichtigen Öffnen der Schale könnten Splitter in die Speiseröhre und den Magen gelangen und Schnittverletzungen dieser Organe verursachen.

    am/gs

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    Tags:
    China, Japan, Ernährung, Delikatessen, Asien