02:15 26 Oktober 2020
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    Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, fordert bundesweit einheitlichere Abiturprüfungen, zumindest in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Fremdsprache.

    Der auf Freiwilligkeit beruhende Aufgabenpool sei „krachend gescheitert”, sagte Meidinger der „Passauer Neuen Presse” (Samstag). Die Kultusministerkonferenz spreche zwar von vergleichbaren Anforderungen, „akzeptiert aber dann, dass in Hamburg, Bremen und dem Saarland nachträglich Abi-Noten hochgehievt und Abi-Bewertungen geschönt werden”.

    Große Lücke

    Die massive Ausweitung der Abiturientenquoten in den vergangenen 20 Jahren sei auch auf Kosten der Qualität gegangen. In einigen Bundesländern klaffe zwischen Studienberechtigung und Studierfähigkeit bei vielen Abiturienten eine große Lücke. Die Gefahr sei, „dass das Abitur massiv entwertet wird und die Hochschulen sich ihre Abiturienten nach eigenem Gusto aussuchen”, sagte der Lehrerpräsident und Schulleiter des Robert-Koch-Gymnasiums im bayerischen Deggendorf.

    Einheitlichere Abiprüfungen seien allerdings nur sinnvoll, „wenn diese Vergleichbarkeit auf hohem Niveau stattfindet”, betonte Meidinger. Damit Länder mit geringeren Anforderungen sich anpassen können, hält er zehn Jahre Vorlauf für nötig.

    ai/dpa

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    Abitur, Deutschland