20:41 25 November 2020
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    Australische Wissenschaftler haben die Auswirkungen der globalen Erwärmung eingeschätzt und dabei festgestellt, dass mehr als 45 Prozent der marinen Organismen, darunter der Korallen, in den Küstengewässern von steigenden Temperaturen betroffen sind. Die entsprechende Studie ist in der Fachzeitschrift „Frontiers in Marine Science“ veröffentlicht.

    Demnach haben die Experten die Daten für den Zeitraum von 2011 bis 2017 verglichen, als die Wassertemperatur zu steigen begann. So lag die Wassertemperatur 2011 um 2 bis 4 Grad über dem Durchschnitt, was bereits zur Zerstörung von hunderten Kilometern Algenwald und zur Korallenbleiche entlang von tausenden Kilometern der Küste führte. Höchstwahrscheinlich sei dies die Ursache für einen Anstieg der Sterblichkeit bei Schildkröten und Dugongs gewesen.

    Im Jahr 2013 sei vor der Küste der Region Pilbara im unteren Norden von Western Australia eine großflächige Korallenbleiche beobachtet worden. Zur umfangreichsten Korallenbleiche sei es im Jahr 2016 gekommen: Damals seien mehr als tausend Kilometer am Great Barrier Reef vor Australiens Nordostküste beschädigt worden. Zudem seien die Mangrovenwälder in ganz Australien von Dürre, Hitze und ungewöhnlich niedrigem Meeresspiegel betroffen worden

    Wissenschaftlern zufolge wirkt sich der aktuelle Zustand der Pflanzen direkt auf das gesamte Ökosystem der Region aus und führt zum Tod ihrer Bewohner: Wirbellose Meerestiere, Fische, Schildkröten und Meeressäuger. Die Wiederherstellung der Populationen könne etwa 15 Jahre dauern, und bei den Haien sowie anderen größeren Arten könnten es bis zu 60 Jahre sein.

    pd/mt

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    Tags:
    Australien, Lebensraum