17:36 01 April 2020
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    Wissenschaftler der University of California in San Diego (USA) und des Harbin Institute of Technology (China) haben einzigartige Kontaktlinsen entwickelt, die es ermöglichen, mithilfe einer einzigen Augenbewegung die Objekte zu zoomen. Dafür soll es reichen, dass der Linsenträger zwinkert. Dies berichtet das Fachmagazin „Laboratory News“.

    „Weiche Kontaktlinsen aus reizempfindlichen Materialien haben hervorragende Eigenschaften aufgewiesen“, so die Forscher.

    Das Funktionsprinzip der Erfindung basiere auf der Elektrookulographie (EOG), heißt es im Beitrag. An jeder Linse seien fünf Elektroden angebracht. Diese würden die elektrischen Signale empfangen, welche durch die Augenbewegungen entstehen. Die Elektroden wirken wie die Augenmuskeln. Wenn die Polymeroberfläche konvexer werde, hole die Linse das Bild näher heran. Das Objektiv könne seine Brennweite bis zu 32 Prozent verändern – dazu sei nur das menschliche Auge in der Lage.

    Im Jahr 2018 stellten die Wissenschaftler fest, dass die Kontaktlinsen das Weltmeer negativ beeinflussen würden. Demnach spülen die Menschen das gebrauchte Paar im Abfluss hinunter, wonach kleine Mikroplastikteilchen in die Nahrungskette der marinen Lebewesen gelangen.

    Laut einer Studie von Fachleuten der The University of Arizona (USA) gelangen allein in den USA jedes Jahr sechs bis zehn Tonnen Kontaktlinsen in das Abwasser, die dann zu einer Verschmutzungsquelle des Weltmeeres würden.

    pd/mt

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    Forscher, Augen